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200 Menschen marschieren für Adeline, Marie und Lucie

Nach dem Tod von Adeline M. sind in Lausanne rund 200 Menschen dem Aufruf zum Marche noir gefolgt. Schwarz gekleidet protestierten sie vor dem Ober- und dem Bundesgericht gegen die Verantwortlichen.

Wut und Trauer in Lausanne: Demonstranten auf dem Weg zum Bundesgericht. (21. September 2013)
Wut und Trauer in Lausanne: Demonstranten auf dem Weg zum Bundesgericht. (21. September 2013)
(KEYSTONE/Laurent Gillieron)
Marschierten ganz vorne mit: Die Eltern der getöteten Lucie in Lausanne. (21. September 2013)
Marschierten ganz vorne mit: Die Eltern der getöteten Lucie in Lausanne. (21. September 2013)
(KEYSTONE/Laurent Gillieron)
...und rund 200 Personen kamen. (21. September 2013)
...und rund 200 Personen kamen. (21. September 2013)
(KEYSTONE/Laurent Gillieron)
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Gut eine Woche nach dem Tötungsdelikt an einer Sozialtherapeutin in Genf haben am Samstag rund 200 Personen einen Protestmarsch in Lausanne durchgeführt. Die schwarz gekleideten Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten beim Obergericht und zogen vor das Bundesgericht.

Der Aufruf zum «Marche noire» war über Facebook lanciert worden. Mit der Aktion sollte gegen die «für die Opfer Verantwortlichen» protestiert werden, wie die Organisatoren vermerkten.

Wie viele Opfer braucht es noch?

«Die schwarze Kleidung ist ein Zeichen der Empörung, der Wut», sagte die Organisatorin Safae Gebbhari der Nachrichtenagentur sda. «Wir wollen keine weitere Versagen des Systems.»

Zu den Opfern gehören neben der Genfer Therapeutin auch die jungen Frauen, die im vergangenen Mai in Payerne VD und im März 2009 in Rieden AG ebenfalls Opfer von Tötungsdelikten geworden waren.

«Wie viele Namen von Opfern müssen der Liste noch beigefügt werden, bevor endlich wirksame Massnahmen ergriffen werden?», heisst es im Aufruf der Marschorganisatoren.

Bestattung am Montag

Die junge Genfer Sozialtherapeutin wird am Montag in Avusy (GE) beerdigt. Sie hatte am 12. September einen verurteilten Vergewaltiger auf einem Freigang begleitet. Tags darauf wurde ihre Leiche in einem Wald bei Genf aufgefunden. Der mutmassliche Täter wurde letzten Sonntag in Polen verhaftet.

Die Mitte Mai in Payerne getötete junge Frau fiel ebenfalls einem verurteilten Straftäter zum Opfer, er befand sich in Hausarrest. Den Mörder der jungen Freiburgerin, die 2009 im Kanton Aargau umgebracht wurde, hat das Aargauer Obergericht im Oktober 2012 zu lebenslanger Verwahrung verurteilt. Auch er ist ein Wiederholungstäter.

SDA/wid

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