Zum Hauptinhalt springen

51 Tote bei Anschlägen und Entführungen im Irak

Ein Attentat auf ein Bordell und mehrere Entführungen: Bei einer Welle von Anschlägen und Verschleppungen starben im Irak 51 Menschen.

Seit Beginn des Jahres wird der Iran von einer heftigen Gewaltwelle erschüttert: In Najaf stehen Passanten um ein Auto, in dem eine Bombe detoniert war. (29. November 2013)
Seit Beginn des Jahres wird der Iran von einer heftigen Gewaltwelle erschüttert: In Najaf stehen Passanten um ein Auto, in dem eine Bombe detoniert war. (29. November 2013)
Keystone

Bei einer neuen Welle von Entführungen und Anschlägen im Irak sind mindestens 51 Menschen getötet worden. Allein vor der sunnitischen Stadt Tarmijah nördlich von Bagdad wurden nach Behördenangaben die Leichen von 18 Männern entdeckt, die Stunden zuvor von Bewaffneten in Militäruniformen verschleppt worden waren.

Die Opfer wiesen laut Polizei Schusswunden in Kopf und Brust auf. Den Familien der Entführten war erzählt worden, ihre Nächsten würden als Verdächtige zu einer Anhörung gebracht. Unter ihnen waren den Angaben zufolge zwei Stammesführer, vier Polizisten und ein Militärkommandant.

Anschlag auf Bordell

In der Provinz Salaheddin ebenfalls nördlich der Hauptstadt wurden die Leichen von sieben Bauarbeitern gefunden. Ihnen waren die Kehlen durchgeschnitten worden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Männer hatten an einem Fussballplatz gearbeitet.

Im Osten Bagdads wurden die Leichen von drei Frauen entdeckt. Sie wiesen nach offiziellen Angaben Folterspuren auf und waren mit Kopfschüssen getötet worden.

Anschlägen in mehreren Städten des Landes fielen laut Regierungsvertretern mindestens 23 weitere Menschen zum Opfer. Die Attacken richteten sich unter anderem gegen ein Bordell in Bagdad.

Vorwürfe gegen Maliki

Der Irak wird seit Beginn des Jahres von einer besonders heftigen Welle der Gewalt erschüttert, die bislang mehr als 6000 Menschen das Leben kostete.

Diplomaten und Menschenrechtsgruppen werfen der Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki vor, nicht ausreichend auf Klagen der sunnitischen Minderheit zu reagieren. Diese fühlt sich durch die schiitisch geführten Behörden misshandelt und benachteiligt.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch