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68 Tote bei Fährunglück in Bangladesh

Ein Frachter rammte eine voll beladene Fähre auf einem Fluss in Bangladesh. An Bord befanden sich 140 Personen.

Fähren in Bangladesh führen keine Passagierlisten: Helfer bergen einen Toten. (22. Februar 2015)
Fähren in Bangladesh führen keine Passagierlisten: Helfer bergen einen Toten. (22. Februar 2015)
AFP

Nach dem Fährunglück auf einem Fluss in Bangladesh ist die Zahl der Todesopfer nach Behördenangaben auf mindestens 68 gestiegen. Die Fähre war auf dem Padma rund 40 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Dhaka den Angaben zufolge von einem Frachter gerammt worden und gekentert. An Bord sollen sich bis zu 140 Personen befunden haben. Ein Rettungseinsatz wurde eingeleitet.

Bis zum Sonntagabend wurden mindestens 48 Leichen geborgen, wie der Leiter des Rettungseinsatzes, Zihad Mia, sagte. Am Montagmorgen seien 20 weitere Tote aus dem Wasser gezogen worden.

Es sei unklar, wie viele Passagiere noch vermisst würden. Für Fähren gibt es in Bangladesh normalerweise keine Passagierlisten. Mia sagte, er glaube, dass es viele Überlebende gegeben habe.

«Die Passagiere, die an Deck waren, überlebten, aber viele, die sich innen befanden, wurden eingeschlossen», berichtete einer der Überlebenden, Hafizur Rahman Sheikh, der Zeitung «Prothom Alo».

Der Padma ist einer der grössten Flüsse des Landes. Unklar blieb zunächst, warum der Frachter die Fähre während ihrer Überfahrt von Daulatdia nach Paturia rammte. Er habe ihre Mitte getroffen, berichtete Sheikh.

Überfüllte Fähren und mangelhafte Sicherheitsstandards führen immer wieder zu Unglücken in dem armen Land in Südasien, das von mehr als 130 Flüssen durchzogen ist. Im August 2014 sank eine für 85 Passagiere zugelassene Fähre, auf der sich mehr als 200 Menschen befanden, ebenfalls auf dem Padma. Mehr als 100 Passagiere starben.

AP/chk

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