Kunstflieger kam Boeing 777 der Swiss gefährlich nahe

Schreckmoment beim Zürcher Anflug: Ein Zweisitzer näherte sich einer Maschine mit 341 Passagieren an Bord.

Ein Kunstflieger kam dieser Swiss-Maschine beim Anflug auf den Flughafen Zürich zu nahe: HB-JNB.

Ein Kunstflieger kam dieser Swiss-Maschine beim Anflug auf den Flughafen Zürich zu nahe: HB-JNB.

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Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat die Untersuchung eines schweren Vorfalls nordwestlich des Flughafens Zürich eröffnet. Dabei kam am 23. Juni 2018 ein Kunstflugzeug einer Boeing 777 der Swiss gefährlich nahe.

Gemäss dem am Freitag veröffentlichten Vorbericht geschah die Annäherung rund 33 Kilometer nordwestlich des Flughafens kurz vor 10 Uhr. Die Maschine der Swiss kam mit 341 Passagieren an Bord von São Paulo und war bereits im Landeanflug, im Schweizer Luftraum, südlich von Waldshut.

Ein Motorflugzeug kam der Boeing 777 (HB-JNB) dabei gefährlich nahe. Im Vorbericht erwähnt sind zwei Kunstflug-Maschinen, die beide auf dem Flugplatz Birrfeld stationiert sind: eine Slingsby T67 Firefly (HB-NBB) der Fliegerschule Birrfeld sowie eine MSW Votec 252T (HB-YMU), welche im Luftfahrzeugregister der Flying League Birrfeld zugeordnet ist.

Welches der beiden zweisitzigen Flugzeuge in den schweren Vorfall mit der Swiss verwickelt war und wie nahe die Maschinen sich gekommen sind, ist im Vorbericht der Sust nicht erwähnt. Sust-Untersuchungsleiter Florian Reitz sagt auf Anfrage, dass diese Fragen noch Gegenstand der Abklärungen sind. Klar ist bereits, dass das beteiligte Kleinflugzeug nicht an einer Flugshow unterwegs war, es sich also um einen normalen Trainingsflug handelte. Die Swiss-Maschine konnte nach der gefährlichen Situation ohne Probleme am Flughafen Zürich landen. (anf)

Erstellt: 10.08.2018, 12:42 Uhr

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