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«Die Frage ist: Was machen wir mit dem ärmsten Teil der Menschheit?»

Die Trockenzeit zwingt sie dazu, das Vieh ins Tiefland zu treiben: Jugendliche Hirtin mit der Rinderherde ihrer Familie im Südsudan. Foto: Stefanie Glinski (AFP)

Seit Jahrzehnten wird prophezeit, der Klimawandel werde viele Menschen vertreiben. Der Klimawandel hat eingesetzt. Gibt es nun auch Klimaflucht?

Inwiefern?

Es gibt sehr verschiedene Zahlen dazu, wie viele Menschen wegen des Klimas fliehen – von gut 2 bis 20 Millionen.

Muss man also bei der Definition von Klimaflucht kapitulieren?

Wo Leben und Gesundheit bedroht sind, egal wodurch?

«In der Politik müsste man diskutieren: Was machen wir mit dem ärmsten Teil der Menschheit?»

Benjamin Schraven, Politik- und Sozialwissenschaftler

Und was ist nun dran an den Katastrophenszenarien, dass Zigmillionen Leute in Europa ankommen aus Afrika und Südasien?

Meist treffen Naturkatastrophen und Klimawandel jene, die schon arm sind, in wenig geschützten Umständen leben, ohne Mittel zur Flucht.

Und, was machen wir?

Also ist alles halb so schlimm?

Klimawandel hin oder her, die Leute setzen sich sowieso in Bewegung?

Wo setzt man da als Forscher an?