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Al-Qaida-Ableger bekennt sich zu Angriff auf US-Militärstützpunkt

Anfang Dezember tötete ein Schütze auf einer Basis in Florida drei Menschen und verletzte acht weitere. Jetzt ist dazu ein Bekenner-Video aufgetaucht.

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Begräbnis eines der Opfer in Savannah am 16. Dezember 2019. Bild: Stephen B. Morton (Keystone)
Begräbnis eines der Opfer in Savannah am 16. Dezember 2019. Bild: Stephen B. Morton (Keystone)

Ein Ableger der Terrorgruppe al-Qaida hat sich in einem Video zum tödlichen Angriff auf einen US-Militärstützpunkt in Florida im Dezember bekannt. Der Al-Qaida-Ableger AQAP, der vor allem im Jemen und auch Saudiarabien aktiv ist, veröffentlichte das etwa 18 Minuten lange Video am Sonntag.

Nach Angaben der Site Intelligence Group, die Online-Propaganda von Extremisten untersucht, ruft die Gruppe darin auch zu weiteren Angriffen auf. Unabhängig überprüfen liess sich die Echtheit des Videos zunächst nicht. Es war auch nicht klar, wann genau das Video aufgenommen wurde. Die US-Behörden äusserten sich zunächst nicht zu dem Video.

Ein Schütze hatte Anfang Dezember auf der Militärbasis Pensacola im US-Bundesstaat Florida drei Menschen getötet und acht weitere verletzt, bevor er von Einsatzkräften erschossen wurde. Nach FBI-Angaben handelte es sich um einen 21 Jahre alten Angehörigen der saudischen Luftwaffe, der sich zur Ausbildung auf dem Stützpunkt aufhielt. Ermittler stuften die Tat als Terrorangriff ein.

Site-Direktorin Rita Katz schrieb am Sonntag auf Twitter, dass das Video auch den letzten Willen des Schützen enthalte, den dieser im September 2019 verfasst habe.

Laut Katz enthält das Video auch Aussagen von Qassim al-Rimi, der seit Juni 2015 an der Spitze der Terrorgruppe AQAP (al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel) steht. Demnach berichtet Al-Rimi, dass der «Held» des Angriffs von Florida sich über Jahre zwischen mehreren US-Stützpunkten bewegt habe, um «sein bestes und fettestes Ziel zu wählen».

Zuletzt war in Berichten spekuliert worden, ob Al-Rimi bei einem US-Luftangriff getötet wurde. Eine Bestätigung dafür gab es nicht. Al-Rimi war zuvor Militärchef der Terrorgruppe, die als mächtigster Ableger des Al-Qaida-Netzwerkes gilt. Auf den Terroristen war zuletzt eine Belohnung in Höhe von bis zu zehn Millionen US-Dollar ausgesetzt.

Die US-Behörden bringen ihn mit zahlreichen Anschlägen in Verbindung, darunter der Angriff auf die US-Botschaft im Jemen 2008. US-Präsident Donald Trump hatte Berichte über den Tod Al-Rimis auf Twitter weiterverbreitet. Das Verteidigungsministerium äusserte sich jedoch nicht dazu.

(SDA)

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