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Auf den Philippinen kreuzten sich zwei Taifune

Innert weniger Tage fegten zwei Tropenstürme über die Hauptinsel Luzon hinweg. Dutzende Menschen sind gestorben, hunderte sitzen auf den Dächern ihrer Häuser im Überschwemmungsgebiet fest.

Flucht in sicherere Gebiete: Bewohner von Calumpit nördlich von Manila retten ihr Hab und Gut. (1. Oktober 2011)
Flucht in sicherere Gebiete: Bewohner von Calumpit nördlich von Manila retten ihr Hab und Gut. (1. Oktober 2011)
Keystone
Rettungskräfte im Einsatz: Ein kranker Mann wird aus seinem Haus evakuiert. (1. Oktober 2011)
Rettungskräfte im Einsatz: Ein kranker Mann wird aus seinem Haus evakuiert. (1. Oktober 2011)
Keystone
Das Leben geht weiter: Nachbarn beim Haareschneiden in der Ortschaft Calumpit. (1. Oktober 2011)
Das Leben geht weiter: Nachbarn beim Haareschneiden in der Ortschaft Calumpit. (1. Oktober 2011)
Keystone
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Die Zahl der Opfer schwerer Wirbelstürme auf den Philippinen hat sich weiter erhöht. Nach 52 Toten durch den Taifun Nesat vor wenigen Tagen kamen gestern Samstag drei weitere Menschen ums Leben, als der Taifun Nalgae über die Provinz Isabela und die Hauptinsel Luzon hinwegzog. Hunderte Dorfbewohner sassen nach Angaben des Zivilschutzes heute Sonntag nördlich der Hauptstadt Manila wegen des Hochwassers auf Hausdächern fest.

Fast 400'000 Menschen suchten in Evakuierungszentren oder bei Verwandten und Freunden Zuflucht. In der Provinz Botonc kam es zu einem Erdrutsch, der einen Minibus rammte. Ein Mensch wurde nach Angaben der Behörden getötet. In der Provinz Tarlac wurde ein Junge in der Stadt Camiling von einem reissenden Fluss fortgeschwemmt und ertrank. Ein weiterer Mensch kam in einem nahe gelegenen Dorf in den Fluten ums Leben. Um Unfälle zu vermeiden, stellten die Behörden in einigen Regionen vorübergehend den Strom ab.

Ausharren ohne Nahrungsmittel

Bereits der Taifun Nesat kostete Anfang der Woche auf den Philippinen 52 Menschen das Leben. Seitdem stand in einigen Ortschaften das Wasser noch immer kniehoch. Durch den zweiten Sturm Nalgae wurde die Lage weiter verschärft. In der nördlich von Manila gelegenen Provinz Bulacan mussten die Bewohner mehrerer Dörfer den vierten Tag in Folge auf ihren Hausdächern ausharren, einige von ihnen ohne Nahrungsmittel und Trinkwasser.

Die Behörden kündigten an, heute zwei Hubschrauber einzusetzen, um die Betroffenen zunächst aus der Luft zu versorgen. Bereits gestern versuchten die Rettungskräfte, die auf den von Wasser umgebenen Dächern ausharrenden Dorfbewohner mit Schlauchbooten in Sicherheit zu bringen. Nalgae zog unterdessen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde über das Südchinesische Meer in Richtung China weiter.

(Jim Gomez, AP)

dapd/ami

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