Berlin hat einen neuen Knut

Im Berliner Tierpark ist ein Eisbärenbaby auf die Welt gekommen. Beim Zoo heisst es zunächst einmal, «Daumendrücken».

Nachwuchs im Berliner Tierpark: Eisbärin Tonja bringt zwei Junge zur Welt. (Video: Tamedia/AFP)

Nach dem plötzlichen Tod von Eisbärenbaby Fritz vor neun Monaten ist der Berliner Tierpark nun wieder hoffnungsfroh: Die Eisbärin Tonja brachte erneut ein Baby zur Welt. Wie der Zoo am Freitag mitteilte, entdeckte der zuständige Tierpfleger den Winzling am Donnerstag in der künstlichen Wurfhöhle, in die sich das Muttertier schon vor zwei Monaten zurückgezogen hatte.

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Bärin und Baby sind für die Tierparkgäste derzeit noch nicht zu sehen. Wie auch in der Natur verlassen die Mütter mit ihren Jungtieren erst im Frühjahr die Wurfhöhle.

«Wir freuen uns sehr, doch wie auch im letzten Jahr heisst es jetzt erst einmal Daumendrücken», erklärte Direktor Andreas Knieriem. Bei Eisbären liegt die Jungtiersterblichkeit bei etwa 50 Prozent. «In den ersten zehn Tagen ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Jungtier nicht überlebt, besonders hoch», sagte Knieriem.

Zwei Babys geboren

Bei der Durchsicht von Kameraaufzeichnungen aus der Wurfhöhle entdeckten die Pfleger, dass Tonja in der Nacht zunächst zwei Jungtiere zur Welt gebracht hatte. Das erste der beiden wurde tot geboren und war kurz darauf nicht mehr zu sehen.

Im März vergangenen Jahres hatte der plötzliche Tod des kleinen Eisbären Fritz den Tierpark und unzählige Fans geschockt. Der vier Monate alte Eisbärennachwuchs war an einer Leberentzündung unter Qualen gestorben. Fritz war am 3. November 2015 als erstes Eisbärenjunges seit 22 Jahren im Tierpark Friedrichsfelde geboren worden.

oli/AFP

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