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Bombe detoniert in Polizeirevier – mindestens 21 Tote

Bei einem Selbstmordattentat auf das Polizei-Hauptquartier in Hilla im Süden Iraks sind mindestens 21 Polizisten getötet worden. Die Behörden befürchten, dass es sich um einen Bin-Laden-Racheakt handeln könnte.

Der Attentäter sei mit seinem Auto während des Schichtwechsels in den Eingang des Polizeipräsidiums im Zentrum der vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadt gerast, teilte die Polizei mit. Viele Polizisten hätten sich zu dem Zeitpunkt vor dem Gebäude aufgehalten. Es sind mindestens 21 Polizisten getötet worden. 75 Menschen seien verletzt worden, 30 davon schwer, berichtete ein Verantwortlicher des Spitals der Stadt.

Durch die Wucht der Explosion wurde das Gebäude schwer beschädigt. Sie riss zudem ein Loch von etwa zwei Metern Durchmesser in den Boden.

Angst vor Vergeltungsschlägen

Hilla liegt rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad. In der vornehmlich schiitischen Stadt verübten sunnitische Aufständische, die dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestehen, in den vergangenen Jahren immer wieder Attentate.

Die Angriffe auf Polizei und Sicherheitskräfte im Irak haben jüngst zugenommen. Die Iraker sollen bis zum Abzug der US-Truppen bis Ende des Jahres die volle Verantwortung für die Sicherheit in ihrem Land übernehmen.

Wegen der Tötung von Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden durch US-Spezialkräfte vor wenigen Tagen in Pakistan sind die irakischen Behörden in Alarmbereitschaft aus Angst vor Vergeltungsschlägen.

dapd/sda/mrs/bru

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