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Broker erschlug Mann mit Schraubenschlüssel

Ein 47-Jähriger muss für 16 Jahre ins Gefängnis, weil er einen Freund tötete. Der Schweizer blitzte mit seiner Berufung am Kantonsgericht St. Gallen ab.

Der Verurteilte streitet die Tat ab: Das Kantonsgericht St. Gallen.
Der Verurteilte streitet die Tat ab: Das Kantonsgericht St. Gallen.

Wegen vorsätzlicher Tötung muss ein 47-jähriger Schweizer Broker eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren absitzen. Im Berufungsprozess vor dem Kantonsgericht St. Gallen stritt er die Tat erneut ab. Doch für das Kantonsgericht steht die Tat des Mannes zweifelsfrei fest. Die Berufungsverhandlung hatte am Mittwoch stattgefunden. Mit seinem Schuldspruch wegen vorsätzlicher Tötung und einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren stützte das Kantonsgericht das Urteil des Kreisgerichts See-Gaster vom Dezember des vergangenen Jahres.

Zahlreiche Indizien und die gesicherten Spuren am Tatort liessen vernünftigerweise keinen anderen Schluss zu, als dass der Angeschuldigte am 15. Dezember 2010 beim C. G. Jung Haus in Bollingen am oberen Zürichsee seinem 66-jährigen Freund mit einem «Engländer» 20-mal auf den Kopf geschlagen und ihn getötet habe.

100'000 Franken verspekuliert

Keine der verschiedenen Schilderungen des Tathergangs, die der Beschuldigte in der Untersuchung und im Gerichtsverfahren gegeben habe, lasse sich mit dem Spurenbild vereinbaren, heisst es in einer sehr kurzen Begründung des Kantonsgerichts.

Die St. Galler Staatsanwaltschaft hatte vor der ersten und der zweiten Gerichtsinstanz jeweils auf Mord plädiert. Das Kantonsgericht stuft die Tat als vorsätzliche Tötung «in der Nähe des Mordes» ein. Deshalb seien 16 Jahre Freiheitsstrafe angemessen.

Der Devisen- und Rohstoffhändler verspekulierte über 100'000 Franken seines Freundes. Als dieser den Broker zur Rede stellen wollte, habe der Angeklagte den «mühsamen und aufsässigen Kunden und Gläubiger loswerden wollen», sagte der Staatsanwalt vor Gericht. Die Verteidigung dagegen hatte einen Freispruch gefordert.

SDA/kpn

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