Zum Hauptinhalt springen

Deutsche Geisel wurde misshandelt

Die vor kurzem auf den Philippinen freigelassenen deutschen Geiseln sind nach Manila gebracht worden. Gemäss einem Video ist einer von beiden von seinen Entführern geohrfeigt und geschlagen worden.

Nach der Befreiung: Die beiden Geiseln sprechen mit Militärangehörigen.(Video: Reuters)

Die auf den Philippinen von muslimischen Rebellen freigelassenen Deutschen sind am Samstag nach Manila gebracht worden. Stefan O. und Henrike D. seien zunächst mit einem Marineschiff in die Stadt Zamboanga gefahren, sagte Militärsprecher Domingo Tutaan. Dort hätten sie die Nacht in einem Militärkrankenhaus verbracht. Inzwischen befänden sie sich in der Obhut der deutschen Botschaft.

Nach Angaben von Beamten ist Stefan O. von seinen Entführern misshandelt worden. Er habe ein blaues Auge. Auf einem zuvor veröffentlichten Video der Extremistengruppe Abu Sayyaf sei zu sehen gewesen, wie er geohrfeigt und zusammengeschlagen wurde.

Lösegeld in Millionenhöhe

Die beiden Deutschen waren am Freitagabend von ihren Entführern auf der Insel Jolo freigelassen worden. Ein Sprecher der Extremisten, Abu Rami, sagte dem philippinischen Radiosender DXRZ in Zamboanga, seine Gruppe habe 250 Millionen Pesos (4,4 Millionen Euro) Lösegeld erhalten. Von wem, sagte er nicht. Abu Sayyaf hatte auch verlangt, dass die Bundesregierung ihre Unterstützung für die US-Luftangriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak einstellt.

Die Deutschen waren im April von einer Jacht verschleppt worden, die sich zwischen dem malaysischen Teil Borneos und der westphilippinischen Provinz Palawan befand. Abu Sayyaf drohte, O. zu enthaupten.

SDA/thu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch