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Die besten Schnitzelbänke zum Start der Basler Fasnacht

Ob Tesla, Hornkuh oder Doppeladler – nichts ist vor den Bänklern sicher. Eine Auswahl.

Auch am Umzug war der «Politesla» ein Thema. (11. März 2019)
Auch am Umzug war der «Politesla» ein Thema. (11. März 2019)
Georgios Kefalas, Keystone

60 Schnitzelbank-Gruppen und ein paar «Wilde» singen an der Basler Fasnacht 2019 am Montag- und Mittwochabend ihre Verse. Ob eine Pointe sticht, hängt auch vom Vortrag ab. Aus den Hunderten von Versen hier eine kleine Auswahl, die auch beim Lesen schmunzeln lässt. Aufsehen erregt hat die Basler Polizei mit der Beschaffung topmoderner Tesla-Elektro-Polizeiautos. Diesen wird auch eine «lange Datenleine» zur Tesla-Zentrale in Amerika nachgesagt - ob wahr oder nicht, die Teslas sind eines der beliebtesten Schnitzelbanksujets in diesem Jahr:

D Basler Polizei wogt sich technisch füüre

Si kaufe Tesla die mit de Flügeltüüre In änge Gasse du glaubsch es kuum klättere Tschugger uus em Kofferruum (Blagèèri)

Die neue TESLA - das freut d Bandite diebisch

sinn intelligänter, als unsere Schugger lieb isch sytthäär isch d Polizei nit untätig bliebe me isch in dr Betriebsaalaityg uff Sytte siebe (Fäärimaa)

Y bi wie d Baasler Bolizei ökologisch voll derbyy.

Y ha dehäi e Hüüsli mit Tesla-Technologie. Wenn y absitz, chunnt e SMS: Dänk draa, miir loose mit. Noch en Spüüele schrybt Amerika: Thank you for your Shit! (Heiri)

... mi Diesel isch e Grüüsel gsi, doch meischtens het mr droht

Dass ich am andre Daag nümm gwüsst ha, wo mi Auti schtoht Drum han i jetz e Tesla, do isch d Suechi nümm dramatisch Bim Tesla laufsch em Kabel noo, no findschen automatisch (dr Hampe vo Kleihünige) Auch die Digitalisierung, nah verwandtes Thema, treibt viele Bänkler um:

Ych mäld dr Frau uff Facebook, dass ych si lieb und due se uff Instgram lobe.

Ych twittere, si sig die Gröscht und lad se yy per WhatsApp, morn zoobe. Ych tuenere scheen mit E-Mail, schryyb SMS, vo Sorge, wo ych nimm ka trage, bis ych mergg: Sie hoggt jo nääbedraa, ych hätt's ere diräggt kenne sage.

Ych lies am Morge E-Paper, lueg uff d'E-Watch und fahr per E-Bike to the job

check deert E-Mail, gib E-Voting fir E-Learning, it's really top. Wieder zrugg mach ych E-Banking, rauch e E-Zigi, aber s'isch e Katastrofe nääbedraa wohnt e Y-B-Fan, dä I-diot spielt E-Gitarre, ych ha nit kenne yy-schloofe. (D'Schnapsbagge) Apropos Banking: Da gabs letztes Jahr einen unfreiwilligen Rücktritt. Freiwillige Rücktritte verzeichnete derweil der Bundesrat, und in Basel verabschiedete sich Markus Somm von der «Basler Zeitung» (BaZ):

Dr Presidänt vo dr Graiffeisenkasse isch nümme doo

äär hett e so Eisenraiff um d Handglängg bikoo jetz bsuecht äär e Wytterbildyg - au das muess syy döört lehrt äär die glai Differänz zwüsche myy und dyy (Fäärimaa)

D Doris Leuthardt hett bim Ruggtritt gmaint

ein Auge lacht und eines weint dr Schneider-Ammann git sich do glööst ein Auge schläft, das andere döst (Dipflischysser)

Si, e Neurolog isch e Hirndoggter - und kei Ydiott

und dorum verdient är au drey Mool mee ass e Bundesroot das heisst - ass me bim Organhandel zer Stund fir 3 Bundesrootshirni - 1 Doggter bikunnt (Doggter FMH)

Dr Markus Somm isch nümm bi dr BAZ

Vernunft und Argumänt hänn wieder Platz wenn d BAZ vom Somm nüt meh muess drugge wärde vyyly Elefante wieder zu Mugge (Fäärimaa) Und apropos «Y-B-Fan»: Das Basler Fussball-Gemüt leidet und sublimiert dies zuweilen in Poesie. Und zum Reimen Anlass gab auch die Nati in Russland:

E Brexit-Värs mit Zircher Pointe wänn mir schryybe

Aber die könne nüt drfüür, mir lööns lo blyybe Besser wäri Basel wurd sich vo dr Schwyz drenne Denn könnt dr FCB sich wieder Maischter nenne (Die Haiggle)

Letscht Friehlig - y ha gmaint, ych spinn

Hogge im Zug fascht nur Kardinääl und Pfaffe dinn Die hänn verzellt, si kääme vo nooch und färn Und pilgere mit Glaubensgnosse bis uff Bärn Es syg halt scho e bitzeli d'Luscht wo se alli wuurd styyre Wenn e huffe «Young Boys» e grossi Party fyyre (Giftspritzi)

Wo dr Xhaka mit däm Zaiche ibers Spiilfäld schryttet

hetts gheisse, dass das gar nit e Doppeladler bedyttet er hett nur em Mannchafts-Koch e Zaiche gmacht är welli nur zwai Mischtgratzerli zem Znacht. (Bäffzgi) Auch zwei - Hörner nämlich - hatten einst Schweizer Kühe. In den Schnitzelbankversen überlebt nun die Hornkuh-Initiative, und sie beschäftigt auch den als Baselbieter Bauer auftretenden Heiri:

Die Hoornchue-Initiative het mi dief im Häärz bewegt.

Y bezwyyfle, dass me in dr Stadt das Draama richtig tscheggt. Die Abstimmig isch sexistisch, diskriminierend isch sy au. Alli reede vo deene Chieh. An my Muuni dänkt käi Sau! (Heiri)

Wo dr Stier dääre Kueh esoo nooche stiert

wo hornloos an ihm verbyy spaziert dänggt äär, die Gläägehait - es isch scho no vetraggt hätty friehner no an de Hörner paggt (Fäärimaa) Auch für die menschliche Spezies ist das Zusammenleben zuweilen nicht unproblematisch:

... dr erschti Mensch, dr Adam, jo, dä hätt als erschte Maa

Für dass es paradisisch blibt, no gärn e Kumpel gha Doch dr Lieb Gott het druffab em Adam schüüch verrote Sorry, ha dr s Evi gmacht, wäg dr Frauequote

... e Muslim und e fromme Jud, e Hindu und zwei Chrischte

E Atheischt und nomol ein und denn no zwei Buddischte Die hogge zämme, lache mitenand am gliiche Tisch Das goht im Fall, hejo, wenn kein drvo e Arschloch isch (dr Hampe vo Kleihünige) Und zum Schluss noch ein kurzer Blick in die grosse Weltpolitik:

Mir spitze unseri Oore bym Znacht am Wältkongräss.

Dr Bin Salman zaigt em Erdogan dr Umgang mit dr Bräss. Dr Putin und dr Xi Jinping erglääre freii Waale. Dr Trump sait, wie me Fraue Schwyygegäld duet zaale. Do wirft sich d Merkel in Boschtuur und sait ganz unverhoole, Sie haigi denn als glaine Gnopf dehaim e Sugus gstoole. (Rätschbääse)

SDA/sep

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