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Die Retter kommen in Brasilien kaum voran

Nach der Unwetterkatastrophe erschweren neue Regenfälle die Rettungsarbeiten. 700 Soldaten stehen im Katastrophengebiet nördlich von Rio de Janeiro im Einsatz. Die Zahl der Todesopfer stieg weiter.

Die Fluten liessen nicht viel übrig: Ein Mann untersucht am 21. Januar die Trümmer in einer Kirche in Nova Friburgo.
Die Fluten liessen nicht viel übrig: Ein Mann untersucht am 21. Januar die Trümmer in einer Kirche in Nova Friburgo.
Keystone
Brasilien reagiert mit technischer Innovation auf seine schlimmste Naturkatastrophe: Hilfsarbeiter bei den Bergungsarbeiten am 19. Januar in Nova Friburgo.
Brasilien reagiert mit technischer Innovation auf seine schlimmste Naturkatastrophe: Hilfsarbeiter bei den Bergungsarbeiten am 19. Januar in Nova Friburgo.
Keystone
Ein Luftperspektive über zerstörte Stadtteile von Teresópolis.
Ein Luftperspektive über zerstörte Stadtteile von Teresópolis.
Keystone
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In der am schwersten betroffenen Stadt Teresópolis errichteten die Truppen nach Behördenangaben bereits eine Brücke. In der Region waren allerdings noch mindestens zehn wichtige Landstrassen blockiert. Geplant sind mobile Brücken mit einer Spannweite von 60 Metern, über die das für Bergungsarbeiten benötigte Gerät transportiert werden kann.

Mehr als 3000 Menschen in Teresópolis sind durch die Erdrutsche und Schlammlawinen der vergangenen Woche obdachlos geworden. Sie sollen kurzfristig in Zelten unterkommen, für die kommenden Monate sind dann sichere und bezahlbare Unterkünfte in der Region geplant. Der Bürgermeister von Teresópolis, Jorge Mario Sedlacek, erklärte am Sonntag, es würden mehr als 2.000 Zelte geliefert, in denen jeweils bis zu zehn Menschen leben können. Sie sollten als Übergangslösung für bis zu sechs Monate dienen. Ein örtliches Unternehmen bot ein Grundstück an, auf dem die Zelte errichtet werden sollen. Die Arbeiten hätten bereits begonnen, sagte Bürgermeister Sedlacek.

Risikogebiete sollen gesichert werden

Bereits vor der Katastrophe hatte die Stadt um Unterstützung durch die Regierung gebeten, um sicheren Wohnraum anbieten zu können. Seitdem wurden nach Angaben des Bürgermeisters umgerechnet mehr als 54 Millionen Euro für Teresópolis bewilligt. Sie sollen nicht nur für neue Häuser, sondern auch für die Identifizierung und Sicherung von Risikogebieten eingesetzt werden.

Auch Tage nach den Erdrutschen weigern sich noch immer Familien im Bergland von Rio de Janeiro, ihre Häuser zu verlassen. So erklärte der 35 Jahre alte Rali Oliveira da Silva, er habe am Haus seiner Familie in Cascata do Imbui mehrere Jahre gebaut. Nun habe er kein Geld mehr, um etwas anderes zu mieten oder gar zu kaufen. «Was soll ich tun?», fragte er. «Meine Familie in eine Notunterkunft bringen? Und dann?»

dapd/ sda/pbe

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