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Drama im Kuhstall: Es gab schon früher Handgreiflichkeiten

Auf dem Bauernhof in Luthern LU kam es angeblich schon vor dem tödlichen Drama zu wüsten Szenen. Der Täter soll sein späteres Opfer 2012 gewürgt haben. Das Verfahren wurde aber eingestellt.

Tötungsdelikt in Luthern: Auf diesem Hof im Kanton Luzern kam es am Sonntagabend zu einer tödlichen Schiesserei. (7. Oktober 2013)
Tötungsdelikt in Luthern: Auf diesem Hof im Kanton Luzern kam es am Sonntagabend zu einer tödlichen Schiesserei. (7. Oktober 2013)
Sigi Tischler, Keystone
Körperverletzung: Bereits vor einem Jahr wurde gegen den mutmasslichen Täter wegen Verdachts auf Körperverletzung  ermittelt. (7. Oktober 2013)
Körperverletzung: Bereits vor einem Jahr wurde gegen den mutmasslichen Täter wegen Verdachts auf Körperverletzung ermittelt. (7. Oktober 2013)
Sigi Tischler, Keystone
Verfahren eingestellt: Das damalige Verfahren wurde nach einer Untersuchung eingestellt. (7. Oktober 2013)
Verfahren eingestellt: Das damalige Verfahren wurde nach einer Untersuchung eingestellt. (7. Oktober 2013)
Sigi Tischler, Keystone
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Auf dem Landwirtschaftsbetrieb in Luthern LU, wo am Sonntag ein Bauer eine Frau mit einer Pistole erschossen hat, ist es 2012 zu Handgreiflichkeiten gekommen. Das Verfahren wurde damals aber eingestellt, wie die Luzerner Staatsanwaltschaft mitteilte.

Zwischen dem Täter und seinem späteren Opfer war es bereits im vergangenen Jahr zu Handgreiflichkeiten gekommen. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass gegen den Mann wegen Verdachts auf Körperverletzung und Tätlichkeit ein Verfahren geführt und eingestellt worden sei.

Gewürgt?

Dem Bauer wurde vorgeworfen, die Frau auf dem Hof ins Gesicht geschlagen und gewürgt zu haben. Der Angeschuldigte erklärte, dass die Frau auf ihn losgegangen sei und ihn mit einem Holzstock geschlagen habe und er sich gewehrt habe.

Es habe Aussage gegen Aussage gestanden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Darstellung des Mannes sei plausibel erschienen und mit der amtsärztlichen Untersuchung des Opfers vereinbar gewesen. Die Untersuchung sei eingestellt worden. Die Frau, die von einem Anwalt vertreten worden sei, habe dies akzeptiert.

Täter starb im Spital

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen hat der 60-jährige Bauer am Sonntagabend die 44-jährige Frau erschossen und seinen 46-jährigen Bruder angeschossen. Der Täter wurde schwer verletzt aufgefunden und starb gestern im Spital. Die Behörden gehen davon aus, dass er sich die Verletzungen selbst zugefügt hat.

Der Hintergrund des Verbrechens ist noch nicht geklärt. Die Abklärungen zum Tatmotiv, dem Tatablauf und zur Tatwaffe würden laufen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Leiche des Täters werde obduziert. Dabei werde auch geprüft, ob er zur Tatzeit alkoholisiert gewesen sei.

Die Behörden gehen davon aus, dass der mutmassliche Täter mit seiner Mutter auf dem Hof im Gebiet Enzischüür gewohnt hat, nicht aber der Bruder. Die getötete Frau half offenbar regelmässig auf dem Hof. In welcher Beziehung sie zu den beiden Männern gestanden sei, sei noch nicht geklärt, sagte Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

SDA/wid/ami

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