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Dresdner Juwelenraub: Polizei geht von vier Tätern aus

Nach dem dreisten Raub in Sachsen wissen nun die Behörden, was alles entwendet wurde. Die Arbeit am Tatort ist sehr aufwendig.

Auf frischer Tat ertappt: Von der Polizei veröffentlichte Aufnahmen von der Überwachungskamera. (Video: Polizei Dresden)

Beim Juwelendiebstahl im «Grünen Gewölbe» von Dresden wurden nach einer endgültigen Bestandesaufnahme des Museums elf vollständige Zierstücke und Teile von zwei weiteren Schmuckobjekten entwendet. Dazu kamen einige Rockknöpfe, wie die Dresdner Staatlichen Kunstsammlungen mitteilten.

Die entwendeten Schmuckstücke stammten aus drei sogenannten Garnituren, die grösstenteils in den 1780er Jahren für die sächsischen Könige August den Starken und August III. angefertigt wurden und insgesamt aus rund hundert Einzelteilen bestehen. Betroffen waren die «Diamantrosengarnitur», die «Brillantgarnitur» sowie der «Diamantschmuck und die Perlen der Königinnen».

Unter den entwendeten Objekten befand sich nach Angaben des Museums vom Mittwoch auch die «Epaulette mit dem Sächsischen Weissen Brillanten» aus der «Brillantgarnitur», einem besonders grossen Diamanten von 49,84 Karat. In diesem Schmuckstück befinden sich zudem noch zwei weitere grössere Brillanten mit 39,5 sowie 21 Karat.

Bilder: Der Einbruch in Dresdens Schatzkammer

Befindet sich zurzeit in New York und entging dem Milliarden-Raub: Der «Grüne Diamant» aus der Schatzkammer Grünes Gewölbe.
Befindet sich zurzeit in New York und entging dem Milliarden-Raub: Der «Grüne Diamant» aus der Schatzkammer Grünes Gewölbe.
Keystone
Der Raub scheint nebulös: Das Reiterstandbild August des Starken, auch «Goldener Reiter» genannt, steht vor der berühmten Schatzkammer im Nebel und wird von einer Leuchte angestrahlt.
Der Raub scheint nebulös: Das Reiterstandbild August des Starken, auch «Goldener Reiter» genannt, steht vor der berühmten Schatzkammer im Nebel und wird von einer Leuchte angestrahlt.
dpa/Robert Michael, Keystone
Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Ermittlungsbehörden: Ackermann zeigt auf eine sternartige Abbildung in einem Buch. Das Ausstellungsstück gehört nicht zu den gestohlenen Gegenständen. (26. November 2019)
Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Ermittlungsbehörden: Ackermann zeigt auf eine sternartige Abbildung in einem Buch. Das Ausstellungsstück gehört nicht zu den gestohlenen Gegenständen. (26. November 2019)
Keystone
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Nach Angaben des Museums konnte Direktor Dirk Syndram am Dienstagnachmittag den Tatort in Augenschein nehmen und die von den bislang unbekannten Tätern geplünderte Vitrine im «Juwelenzimmer» fotografieren. Mit diesen Informationen war es den Experten möglich, die Verluste durch den Diebstahl nun abschliessend genau zu beziffern.

Vier Diebe am Einbruch beteiligt

Durch ein Fenster waren am Montagmorgen Einbrecher in das Historische «Grüne Gewölbe» im Residenzschloss der sächsischen Hauptstadt eingedrungen. Innerhalb von Minuten stahlen sie aus einer Ausstellungsvitrine den historischen Juwelenschmuck und flohen mit einem Auto, das sie später in einer Tiefgarage anzündeten. Der Wert der Objekte gilt als unschätzbar, weil dafür gar kein Markt existiert. Die Stücke gelten als unverkäuflich.

Die Ermittler gingen nach eigenen Angaben vom Mittwoch von vier Tätern aus, die an dem Einbruch beteiligt waren. Entsprechende Hinweise hätten sich nach der Auswertung der Aufnahmen von Videokameras verdichtet, teilte die Polizei in Dresden mit.

Die Arbeit am Tatort gestalte sich «sehr aufwendig», erklärten die Beamten weiter. Dies liege auch daran, dass die Einbrecher am Tatort einen Pulverfeuerlöscher entleert hätten, um Spuren zu verwischen.

Bislang seien bei der Sonderkommission «Epaulette» 205 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Diese würden ausgewertet und «priorisiert abgearbeitet». Zudem würden weitere Aufnahmen verschiedener Überwachungskameras ausgewertet.

SDA/fal

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