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Ein Küsschen im Stau

Bereits am Samstagmorgen hat sich vor dem Gotthard-Nordportal eine Autokolonne von 16 Kilometern Länge gebildet. Es ist mit stundenlangen Wartezeiten zu rechnen. Doch einige behielten ihre gute Laune.

Der Ferienreiseverkehr staut sich am Gotthard bereits am Freitag, den 16. Juli.
Der Ferienreiseverkehr staut sich am Gotthard bereits am Freitag, den 16. Juli.
Keystone
Er wuchs auf bis zu 16 Kilometer an.
Er wuchs auf bis zu 16 Kilometer an.
Keystone
Ein Küsschen im Stau.
Ein Küsschen im Stau.
Keystone
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10 Kilometer Stau zwischen Basel und Luzern, 16 Kilometer Stau vor dem Gotthardtunnel und 14 Kilometer Stau vor dem Grenzübergang Chiasso-Brogeda: Wer am Samstag mit dem Auto in den Süden reisen wollte, brauchte starke Nerven. Wer Pech hatte stand zwei- bis dreimal im Stau.

Die längsten Staus bildeten sich am Samstagvormittag, wie auf der Webseite des TCS zu verfolgen war. Laut Kantonspolizei Uri waren diese nur durch das grosse Verkehrsaufkommen bedingt und für ein Ferienwochenende normal. Im Gotthardtunnel sei es keinerlei Zwischenfällen gekommen, sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

Viermal gesperrt

Am Nachmittag wurden die Autoschlangen laufend kürzer. Gegen Abend löste sich der Stau auf. Derjenige vor dem Südportal hingegen hielt sich den ganzen Nachmittag hartnäckig bei 8 bis 9 Kilometern. Am Abend verkürzte sich die Kolonne dann auf vier Kilometer.

Auch im Baselbiet staute sich der Verkehr zwischen Sissach und dem Belchentunnel zeitweise bis zu 10 Kilometern. Gemäss Mitteilung der Polizei musste der Tunnel viermal für jeweils rund 20 Minuten gesperrt werden, damit sich das Stauende nicht in den Tunnel verlagerte. Am Nachmittag normalisierte sich die Verkehrslage am Belchen.

Unfälle und Umleitungen

Auch im Graubünden kam es zu Wartezeiten. Der Verkehr auf der San Bernardino-Route war am Samstagmittag nicht sonderlich flüssig; er stockte den ganzen Tag über. Wegen eines Unfall zwischen Rothenbrunnen und Thusis-Nord musste die A13 dort gesperrt werden. Der Verkehr wurde umgeleitet. Wegen eines weiteren Unfalls wurde am Samtagmittag auch die Strasse durchs Prättigau von und nach Davos für 2,5 Stunden gesperrt.

Trotz massivem Verkehrsaufkommen war der Samstag kein schlechter Reisetag. Die Temperaturen stiegen im Norden der Schweiz nicht über 24 Grad. Wer jedoch im Tessin im Stau stand, schwitzte. In Stabio kletterte das Thermometer laut Meteo Schweiz auf 32,5 Grad und in Lugano auf 29,8 Grad.

Bevölkerungsstarke Kantone

Richtung Südfrankreich stockte der Verkehr im Rhonetal am Samstagvormittag über eine maximale Länge von über 90 Kilometern. Nach dem Mittag reduzierte sich die Länge etwas, betrug aber immer noch über 70 Kilometer. Für die 170 Kilometer lange Strecke von Vienne bis Orange mussten die Reisenden 4 Stunden veranschlagen.

Grund für das hohe Verkehrsaufkommen war der Schulferienbeginn den den beiden bevölkerungsstarken Kantonen Zürich und Aargau. In allen anderen Schweizer Kantonen dauern die Sommerferien schon an. Auch im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein- Westfalen schlossen die Schulen vorübergehend ihre Pforten.

SDA/jak

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