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Entwarnung nach Bomben-Alarm in New York

Wieder wurde ein Auto mit Gasbehältern gefunden. Sprengstoffexperten fanden aber nichts Verdächtiges. Auch der Besitzer des Wagens konnte befragt werden.

Wieder Auto mit Gasbehältern gefunden: Das verdächtige Fahrzeug wird von einem Roboter inspiziert.
Wieder Auto mit Gasbehältern gefunden: Das verdächtige Fahrzeug wird von einem Roboter inspiziert.
Keystone

Bei der Durchsuchung des verdächtigen Autos im Zentrum der Stadt sei kein Sprengsatz gefunden worden, teilte Polizeisprecher Paul Browne am Freitagmorgen mit. Der Wagen, der in der Nähe des zentral gelegenen Union Square stand, war von Sprengstoffexperten untersucht worden. In dem Fahrzeug seien zwei Gasbehälter gefunden worden. Die Gegend wurde abgesperrt.

Unter dem Union Square liegt einer der Knotenpunkte des New Yorker U-Bahn-Netzes, auch der bei Touristen beliebte Stadtteil Greenwich Village und die Universität von New York befinden sich in der Nähe. Mehere Häuserblocks rund um das verdächtige Auto wurden abgesperrt, mindestens ein Gebäude wurde geräumt.

Im Zusammenhang mit dem gescheiterten Anschlag vom 1. Mai auf dem Times Square in New York sind drei weitere Personen festgenommen worden. Das teilte die US-Regierung am Donnerstag mit. Es gebe Hinweise darauf, dass die drei Pakistaner dem ebenfalls aus Pakistan stammenden Hauptverdächtigen Faisal Shahzad Geld gegeben hätten, erklärte Justizminister Eric Holder. Noch sei aber unklar, ob die drei gewusst hätten, dass Shahzad einen Anschlag geplant habe.

Attentäter arbeitslos

Zwei der Festnahmen erfolgten im Gebiet von Boston in Massachusetts, die dritte in Maine, wie ein Sprecher der Einwanderungsbehörden mitteilte. Allen drei Männern würden Verstösse gegen die Einwanderungsgesetze vorgeworfen. Der US-Bürger Shahzad war am 3. Mai festgenommen worden, zwei Tage nachdem der Times Square wegen eines versuchten Autobombenanschlags geräumt werden musste. Nach Angaben der US-Regierung hat Shahzad gestanden, auf dem belebten Platz im Herzen Manhattans einen mit einem Sprengsatz beladenen Geländewagen geparkt zu haben.

Shazad war nach bisherigen Erkenntnissen arbeitslos und pleite, sein Haus in Connecticut wurde zwangsversteigert. Er hatte aber eine Wohnung und ein Auto. Zudem zahlte er 1300 Dollar für den Geländewagen, den er mit Propangasbehältern, Benzinkanistern und Feuerwerkskörpern am Times Square abstellte. Der Sprengsatz war rechtzeitig entdeckt und entschärft worden.

Obama besucht Polizei-Hauptquartier

Nach US-Medienberichten gab es am Donnerstag mehrere Razzien in den Bundesstaaten New York, New Jersey, Connecticut und Massachusetts. In dem Bostoner Vorort Brookline in Massachusetts durchsuchten Polizisten, FBI-Agenten und Mitarbeiter der Einwandererbehörde eine Tankstelle, wie ein AFP-Reporter berichtete. Hubschrauber überflogen den Ort, der abgesperrt wurde. Eine andere Razzia fand in einer Wohnung in Watertown westlich von Boston statt, wie ein Augenzeuge im Fernsehen sagte.

US-Präsident Barack Obama stattete am Donnerstag dem Polizei-Hauptquartier der New Yorker Polizei einen Überraschungsbesuch ab, um die Ermittler für ihre Arbeit seit dem vereitelten Anschlag zu loben. «Das Land ist stolz auf Euch (...) Der Präsident ist stolz auf Euch», sagte Obama, der vom New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg begleitet wurde.

Festnahme in Pakistan

Ein in Pakistan festgenommener Verdächtiger bezeichnete sich laut einem US-Zeitungsbericht als einen Komplizen Shazads, der ebenfalls aus Pakistan stammt, aber einen US-Pass hat. Wie die «Washington Times» unter Berufung auf US-Vertreter berichtete, lieferte der Mann Beweise für Verbindungen zwischen dem Anschlagsversuch und den pakistanischen Taliban. Auch Justizminister Holder sagte am Donnerstag, es gebe Beweise dafür, dass die Taliban hinter dem vereitelten Attentat steckten.

AFP/cpm

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