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Europa im Wetterchaos

Heftige Schneefälle haben an Heiligabend den Verkehr in Teilen Europas zeitweise zum Erliegen gebracht. Brüssel liegt unter einer Schneedecke und Venedig kämpft gegen das Hochwasser.

Nichts geht mehr: Der Schnee bedeckt die Strassen an Heiligabend in Brüssel.
Nichts geht mehr: Der Schnee bedeckt die Strassen an Heiligabend in Brüssel.
Keystone
Zentimeter hoher Schnee bedeckt die belgische Hauptstadt.
Zentimeter hoher Schnee bedeckt die belgische Hauptstadt.
Keystone
Venedig versinkt im Hochwasser. Im Bild der St. Markusplatz.
Venedig versinkt im Hochwasser. Im Bild der St. Markusplatz.
Keystone
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Heftige Schneefälle und Glatteis haben am Heiligen Abend den Zug- und Strassenverkehr in Teilen Westeuropas zeitweise zum Erliegen gebracht. Tausende Menschen strandeten auf dem Weg zu Bescherung und Festessen. Betroffen waren vor allem Menschen in Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden.

Wegen der Schneemassen fielen auch viele Flüge aus. Auch Passagiere von Schweizer Flughäfen bekamen die weihnachtlichen Wetterturbulenzen zu spüren: An den Flughäfen Zürich, Basel und Genf fielen am Freitag insgesamt über 60 An- und Abflüge aus.

Zugausfälle in Deutschland

In Deutschland war für viele Menschen auch eine Bahnreise ein Hindernislauf. Vereiste Oberleitungen und umgestürzte Bäume behinderten den Bahnverkehr auf wichtigen Routen, so auf der Strecke Berlin-Hannover. Bereits in der Nacht auf Freitag stoppten Eisregen und umgestürzte Bäume fünf Schnellzüge zum Teil mitten auf der Strecke. Hunderte Passagiere mussten stundenlang ausharren.

Auch auf anderen Strecken in Deutschland kam es zu Zugsausfällen und grossen Verspätungen. In mehreren deutschen Städten - Düsseldorf, Braunschweig und Magdeburg - stellten zudem die Trams ihren Dienst ein, weil die Oberleitungen vereist waren. Auch Autofahrer kamen oft nur mühsam voran. Blitzeis, Schneefall und Verwehungen blockierten Strassen an der Ostseeküste, in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Sachsen- Anhalt oder Sachsen.

Auf der Autobahn von Prag nach Dresden fuhren vier Sattelschlepper und sieben Autos ineinander. Ein Mann starb. In Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen wurde eine 47-Jährige von einem Ast erschlagen, der wegen des Schnees abbrach. Unter der Schneelast brachen in mehreren Städten Nordrhein- Westfalens und Thüringens Hallendächer ein. Dabei wurde niemand verletzt.

Probleme auch in Frankreich

Auf dem Pariser Grossflughafen Charles de Gaulle evakuierten die Behörden wegen des Schnees auf dem Dach ein Terminal. Rund 2000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. 2004 war ein Teil dieses Terminals kurz nach seiner Einweihung eingestürzt. Vier Menschen starben damals. In Paris wurden hunderte Flüge gestrichen. Der Grund: Das Mittel für die Enteisung der Flugzeuge war wegen eines Streiks beim französischen Glykol-Herstellers knapp geworden. In die Bresche sprangen die USA, die Enteisungsmittel per Flugzeug schickten. Auch Deutschland entsandte Enteisungsmittel.

Beeinträchtigungen gab es auch auf den französischen Strassen, vor allem im Nordosten des Landes, wo die Behörden Notaufnahmelager für gestrandete Autofahrer einrichteten. Die Passagiere eines zwischen den Orten Amiens und Tergnier liegengebliebenen Regionalzugs mussten in der Nacht stundenlang auf Hilfe warten. Am Ärmelkanal kam der Strassenverkehr auf Nebenstrassen völlig zum Erliegen. In den Ardennen, aber auch den Pyrenäen und der Dordogne-Region waren hunderte Haushalte ohne Strom.

Nichts geht mehr in Brüssel

Massive Verkehrsbehinderungen durch Schnee und Eis gab es in Belgien und den Niederlanden. Der Flughafen von Eindhoven wurde nach starken Schneefällen geschlossen. In Brüssel war lediglich eine Rollbahn geöffnet. In Brüssel fielen an Heiligabend 20 Zentimeter Neuschnee - der Verkehr brach deswegen zusammen. So mussten Strassenbahnen und Busse in den Depots bleiben.

Auch im Autoverkehr ging nichts mehr: Bereits am Morgen wurden rund um die Metropole 500 Kilometer Stau gezählt. Für weite Teile Belgiens erliessen die Behörden ein Fahrverbot für Lastwagen. Per Bahn kamen die Menschen ebenfalls nur noch langsam voran. Zur Freude der Kinder blieben vielerorts in Belgien die Schulen geschlossen.

In Dänemark mussten 400 Passagiere auf zwei Fähren zur Insel Bornholm übernachten. Wegen eines Schneesturms konnten die beiden Schiffe nicht mehr rechtzeitig in den Hafen zurückkehren.

Venedig kämpft gegen Hochwasser

In Italien meldete Venedig nach heftigem Regen in der Nacht zu Heiligabend, dass mehr als die Hälfte der Stadt überflutet ist. Betroffen sind vor allem die niedrigeren Gebiete der Stadt, darunter der Markusplatz.

SDA/jak

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