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Flüchtling fährt Hunderte Kilometer unter LKW mit

Ein Afghane ist auf einer italienischen Autobahn 400 Kilometer unter der Ladefläche eines LKW mitgefahren. Andere Autofahrer haben ihn entdeckt und die Polizei alarmiert.

Lebensgefährliches Unternehmen: Auf der Unterseite des Lastwagens ist klar ein Handabdruck zu erkennen. (Bild: Twitter/poliziadistato)
Lebensgefährliches Unternehmen: Auf der Unterseite des Lastwagens ist klar ein Handabdruck zu erkennen. (Bild: Twitter/poliziadistato)

Ein Flüchtling aus Afghanistan ist in Italien offenbar mehrere Hundert Kilometer unter der Ladefläche eines Lastwagens mitgefahren. Wie die italienische Polizei heute mitteilte, wurde der etwa 20-jährige Mann festgenommen, nachdem andere Autofahrer auf der Autobahn zwischen Neapel und Rom darauf aufmerksam geworden waren, wie er unter dem Lkw klemmte.

Wie lange genau der blinde Passagier auf diese Weise mitfuhr, blieb unklar. Die Polizei ging aber davon aus, dass er sich in der südöstlichen Hafenstadt Brindisi und damit 400 Kilometer vom Ort seiner Festnahme nahe Frosinone entfernt unter dem Lastwagen angeschnallt hatte. Die bulgarischen Fahrer des Lkw, die auf dem Weg von der Türkei nach Spanien waren, wussten den Angaben zufolge nichts von ihrem blinden Passagier und durften ihre Fahrt fortsetzen.

Der junge Flüchtling wirkte den Angaben zufolge erschöpft und wurde kurz ins Spital und danach in ein Aufnahmezentrum für Flüchtlinge gebracht. Er hatte demnach ein Transitdokument bei sich, das ihm die griechischen Behörden ausgestellt hatten. Nachdem er angab, dass er nicht in Italien um Asyl bitten wolle, wurde angeordnet, dass er das Land binnen einer Woche verlassen muss.

Seit Jahresbeginn kamen in Italien mehr als 100'000 Schutzsuchende an. Viele von ihnen wollen nicht dort bleiben, sondern hoffen auf eine Chance auf Asyl in Nordeuropa.

SDA/nag

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