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Grösster US-Staudamm: Anwohner dürfen nach Hause

Nach einer gross angelegten Evakuierung in Kalifornien dürfen die Anwohner am Oroville-Stausee zurück in ihre Wohnungen. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt.

Die Evakuierung ist vorbei, die Gefahr noch nicht ganz: Eine Familie musste im kalifornischen Chico ihr Zuhause wegen des brechend vollen Staudamms verlassen. (13. Februar 2017)
Die Evakuierung ist vorbei, die Gefahr noch nicht ganz: Eine Familie musste im kalifornischen Chico ihr Zuhause wegen des brechend vollen Staudamms verlassen. (13. Februar 2017)
Carlos Avila Gonzalez/San Francisco Chronicle via, Keystone
Der Feder-Fluss strömt durch Oroville. Arbeiter eilen, um gebrochene Stellen des grössten Staudamms der USA zu reparieren. (14. Februar 2017)
Der Feder-Fluss strömt durch Oroville. Arbeiter eilen, um gebrochene Stellen des grössten Staudamms der USA zu reparieren. (14. Februar 2017)
AP Photo/Marcio Jose Sanchez, Keystone
Der Chef des kalifornischen Wasserdepartements an einer Pressekonferenz. (12. Februar 2017)
Der Chef des kalifornischen Wasserdepartements an einer Pressekonferenz. (12. Februar 2017)
Rich Pedroncelli/AP, Keystone
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Nach der Aufhebung der Evakuierungsanordnung für die Gebiete am Oroville-Staudamm in den USA haben sich die knapp 200'000 betroffenen Einwohner auf den Rückweg in ihre Häuser gemacht. Die Polizei im Bezirk Butte im Bundesstaat Kalifornien stufte den Befehl am Dienstag zu einer einfachen Warnung herab und erlaubte den 188'000 Evakuierten die Rückkehr. Sie sollten sich aber für erneute Notfälle bereithalten.

Das Büro des zuständigen Sheriffs erklärte, dass die Evakuierungsmassnahmen am grössten Staudamm der USA aufgehoben seien. Die Behörden begründeten ihre optimistische Sicht damit, dass der Wasserpegel in dem nach heftigen Regenfällen vollen Staudamm gefallen sei. Ausserdem führten demnach weitere Inspektionen und aktualisierte Wettervorhersagen zu der Entwarnung.

23'000 Mitglieder starke Nationalgarde in Alarmbereitschaft

Die Polizei drängte die etwa 188'000 Menschen aber weiterhin zur Wachsamkeit. Sie müssten vorbereitet sein, «da sich die Bedingungen schnell ändern können». Sollte es nötig sein, werde es wieder eine Evakuierungsanordnung geben. Das Gebiet bereitete sich auf stürmisches Wetter ab Donnerstag vor, allerdings sollte das Regenrisiko abnehmen.

US-Präsident Donald Trump gab Bundesmittel frei, die Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown beantragt hatte. Er hatte schon für seinen Bundesstaat den Notstand ausgerufen, damit örtliche Gelder eingesetzt werden können. Das Pentagon erklärte, es sei zur Entsendung von Soldaten bereit, sollten sie benötigt werden. Auch Kalifornien versetzte seine 23'000 Mitglieder starke Nationalgarde in Alarmbereitschaft.

Dammbruch abgewendet

Brad Alexander vom Katastrophenschutz in Kalifornien bezeichnete die Lage am Oroville-Stausee am Dienstag aber als derzeit «stabil». Sorge hatte den Behörden zuletzt vor allem ein beschädigter Überlaufkanal bereitet.

Nach wochenlangen schweren Regenfällen war das Reservoir des 235 Meter hohen Staudamms etwa 120 Kilometer nördlich der kalifornischen Hauptstadt Sacramento randvoll. Grosse Mengen Wasser wurden kontrolliert abgelassen.

Der Damm selbst droht nach Behördenangaben nicht zu brechen. Sollte jedoch der marode Entlastungskanal brechen, drohen nach Angaben der Behörden Überschwemmungen in der Region. Die Reparaturarbeiten an dem beschädigten Kanal dauerten an.

Rechtfertigung für Regierungsprogramm?

Trumps Sprecher Sean Spicer nannte die Situation am Oroville-Staudamm ein «Bilderbuchbeispiel dafür, weshalb wir ein grosses Infrastrukturpaket im Kongress vorantreiben müssen». Die Dämme, Brücken, Strassen und Häfen des Landes seien in einem «baufälligen Zustand».

Ein solches «Desaster» müsse in Zukunft verhindert werden. Auch Umweltgruppen hatten die Behörden in den vergangenen Jahren immer wieder dafür kritisiert, nicht in die Modernisierung des Staudamms investiert zu haben.

dapd/foa

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