Zum Hauptinhalt springen

Henker finden keine Vene – Hinrichtung verschoben

Im US-Bundesstaat Ohio sollte ein zum Tode Verurteilter die Giftspritze erhalten. Obwohl das Personal «sein Bestes getan» hat, ist der Mann noch am Leben.

Venen eines Todeskandidaten nicht getroffen: Hinrichtungsraum im Gefängnis von Lucasville in Ohio. (Archiv)
Venen eines Todeskandidaten nicht getroffen: Hinrichtungsraum im Gefängnis von Lucasville in Ohio. (Archiv)
Kiichiro Sato/AP, Keystone

Im US-Staat Ohio ist eine Hinrichtung abgebrochen worden. Dem Personal sei es nicht gelungen, an den Armen und am rechten Bein des Todeskandidaten eine Vene für die Giftspritze zu finden, sagte Gefängnisdirektor Gary Mohr am Mittwoch. Das Team habe sein Bestes getan, aber nach 25 Minuten und mehreren Anläufen aufgegeben. Die Venen des Mannes hätten sich seit Tests am Vortag verändert. Der Häftling komme zurück in die Todeszelle. Über einen neuen Hinrichtungstermin werde noch beraten.

Als der 69-jährige Todeskandidat wieder aufstehen durfte, schüttelte er zwei Mitgliedern des Hinrichtungsteams die Hand. Dann wischte er sich die Tränen aus dem Gesicht. Er war wegen Mordes bei einer Autoentführung zum Tode verurteilt worden. Es war erst das dritte Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten, dass eine Hinrichtung nach Beginn der Tötungsprozedur abgesagt wurde.

dapd/chi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch