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Iran schränkt Todesstrafe für Jugendliche ein

Im Iran entgehen junge Menschen, die wegen Drogendelikten angeklagt sind, künftig der Todesstrafe.

Einer neuen Direktive zufolge soll wegen Drogendelikten keine Todesstrafe mehr gegen junge Menschen verhängt werden, die nach westlicher Rechtsauffassung als Minderjährige gelten.

Für Mord seien Hinrichtungen von Jugendlichen aber weiterhin möglich, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Hossein Sobhi am Samstag der Nachrichtenagentur AP. Demnach muss nach dem Gesetz immer dann die Todesstrafe vollstreckt werden, wenn die Familie des Mordopfers darauf besteht und eine finanzielle Entschädigung ablehnt.

Die neue Direktive bezüglich der Drogendelikte trifft auf höchstens 120 Jugendliche in iranischen Todeszellen zu. Menschenrechtsgruppen zufolge werden im Iran mehr Jugendliche hingerichtet als in allen anderen Ländern der Welt. In den vergangenen drei Jahren fanden dort zwei Drittel der weltweiten Exekutionen von Jugendlichen statt.

AP/mbr

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