Zum Hauptinhalt springen

Japan trauert um Stationskatze Tama

Die japanische Eisenbahngesellschaft Wakayama Electric hat sich von ihrer berühmtesten Mitarbeiterin verabschiedet – einer Hauskatze.

Tama, die seit 2007 mit Mütze und Uniformjacke als Stationsvorsteherin im Bahnhof der westjapanischen Stadt Kishi amtiert hatte, wurde am Sonntag mit einem Shinto-Ritual betrauert und ins Reich der Ahnen verabschiedet. Wakayama-Electric-Präsident Mitsunobu Kojima dankte Tama für ihre Pflichterfüllung und erklärte, sie könne ab Juli in einem nahe gelegenen Schrein verehrt werden.

Tama hatte nach einem Personalabbau den Fahrkartenschalter von Kishi bezogen, wo sie in Dienstkleidung die Fahrgäste ruhig begrüsste und verabschiedete. Touristen wurden auf die vierbeinige Stationsvorsteherin aufmerksam und machten sie weltweit bekannt. Tama machte als «Ultra-Stationsvorsteherin» und Wakayama-Vizepräsidentin Karriere. Am vergangen Montag starb sie im hohen Katzenalter an Herzversagen.

Kojima sagte, im Grunde habe er Tama nur zur Stationsvorsteherin ernannt, um den Bahnhof nicht schliessen zu müssen. Dann aber habe sie umgerechnet knapp acht Millionen Euro eingespielt und wie eine Retterin gewirkt. «Es war mir wirklich eine Ehre, mit ihr arbeiten zu können», sagte Kojima und ernannte sie zur «ehrenwerten ewigen Stationsvorsteherin». Am Schalter in Kishi maunzt künftig Tamas bisherige Assistentin Nitama.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch