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Ascheregen auf Hawaii hält sich in Grenzen

Nach dem bisher grössten Ausbruch des Kilauea in den letzten Wochen hat es weniger Asche geregnet als befürchtet. Die Lage bleibt aber angespannt.

Grosse Aschewolke: Das Teleskop des Gemini Observatoriums zeigt den wuchtigen Ausbruch. Video: Tamedia/AFP

Nach einem explosiven Vulkanausbruch auf Hawaii sind die Bewohner der Insel Big Island glimpflich davon gekommen. Über dem Krater des Kilauea Vulkans stieg eine grosse Wolke auf, aber der befürchtete Ascheregen war geringer als zunächst erwartet.

Michelle Coombs vom Institut Hawaiian Volcano Observatory sprach Stunden nach dem Ausbruch am Donnerstag (Ortszeit) von einem leichten Ascheniederschlag.

Lage «sehr dynamisch»

Die Höhe der Wolke wurde von den Geologen auf bis zu 10'000 Meter geschätzt. Leichter Regen in dem Gebiet sorgte dafür, dass die Asche sich nicht weit über das Kratergebiet hinweg ins Umland ausbreitete. Die Lage sei aber weiter «sehr dynamisch», sagte Coombs. Dies sei der bisher grösste Ausbruch in den letzten Wochen gewesen.

Bilder einer Webcam zeigen Asche niederregnen. (17. Mai 2018)
Bilder einer Webcam zeigen Asche niederregnen. (17. Mai 2018)
US Geological Survey/HVO/AP, Keystone
Die Aschewolke reicht laut Experten bis zu 10 Kilometer in die Atmosphäre. (17. Mai 2018)
Die Aschewolke reicht laut Experten bis zu 10 Kilometer in die Atmosphäre. (17. Mai 2018)
US Geological Survey/HVO/AP, Keystone
Auch im Herbst 2014 überzog der Vulkan die Insel mit Lava. (30. Oktober 2014)
Auch im Herbst 2014 überzog der Vulkan die Insel mit Lava. (30. Oktober 2014)
BRUCE OMORI/PARADISE HELICOPTERS, AFP
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Wissenschafter der US-Behörde USGS sprachen am Donnerstag von einem «explosiven» Ausbruch und stellten Fotos von der Aschewolke über dem Vulkan Kilauea auf Big Island ins Netz.

Die Höhe der Wolke wurde von den Geologen auf bis zu 10'000 Meter geschätzt. Sie warnten davor, dass der Vulkan zusammen mit Asche und Gasen grössere Felsbrocken ausspucken könnte. Anwohner wurden angewiesen, sich vor dem Ascheniederschlag zu schützen.

Plötzlich ein Lavastrom im Garten: Auf Hawaii Realität. Video: Tamedia/Reuters

Seit Wochen gibt die Erde auf der zu den USA gehörenden Inselgruppe Hawaii keine Ruhe. Nach einer Serie von Erdbeben und Eruptionen des Vulkans Kilauea seit Ende April hatten Lavaströme Dutzende Gebäude zerstört, davon viele Häuser in einem Wohngebiet östlich des Vulkans auf Hawaiis grösster Insel Big Island.

Die Behörden hatten bereits Anfang Woche vor einem Ausbruch des Kilauea gewarnt. Video: Tamedia/Reuters

Einer der aktivsten Vulkane der Welt

Fernsehbilder und Videos in sozialen Netzwerken zeigen seit Wochen, wie glühende Lava aus Spalten aufsteigt. An vielen Stellen sind Strassen aufgerissen. Hunderte Anwohner haben die gefährdeten Gebiete verlassen.

Die Nasa hat ein Satellitenbild auf Twitter veröffentlicht. Es zeigt den Kilauea am 14. Mai:

Der Kilauea gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. Auf den Hawaii-Inseln leben etwa 1,5 Millionen Menschen. Laut Vulkanwarte gibt es dort sechs aktive Vulkane. Brechen die für Hawaii typischen Schildvulkane aus, kann Lava nicht nur aus dem Krater fliessen, sondern auch durch unterirdische Risse andernorts an die Oberfläche dringen.

SDA/oli

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