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Köppel holt zum Schlag gegen Schawinski aus

Eine Notiz von Roger Köppel soll zeigen, dass die Darstellung der «Weltwoche» im Fall Sarasin richtig war. TV-Talker Schawinski spricht von einer «fälschlicherweise unterstellten Aussage».

Vorwürfe: Laut Roger Köppel soll Roger Schawinski nicht nur bezüglich des Endes von «Roger gegen Roger», sondern auch im Gerichtsfall Sarasin die Unwahrheit gesagt zu haben.
Vorwürfe: Laut Roger Köppel soll Roger Schawinski nicht nur bezüglich des Endes von «Roger gegen Roger», sondern auch im Gerichtsfall Sarasin die Unwahrheit gesagt zu haben.
Manuel Lopez, Keystone

Während Jahren diskutierten Roger Schawinski und Roger Köppel im Radiotalk «Roger gegen Roger». Die Quoten waren hervorragend, die Sendung ein Erfolg. Doch Schawinski beendete die Zusammenarbeit. Als Grund gab er Köppels angebliche «Radikalisierung» und seine Kandidatur als SVP-Nationalrat an.

Nun holt der «Weltwoche»-Verleger und SVP-Nationalrat zum Gegenangriff aus: Er wirft Schawinski vor, nicht nur bezüglich des Endes von «Roger gegen Roger», sondern auch im Gerichtsfall Sarasin die Unwahrheit gesagt zu haben, wie die «Sonntagszeitung» berichtet.

«Weltwoche»-Redaktor verurteilt

Im Jahr 2014 erschienen mehrere Artikel, in denen der «Weltwoche»-Redaktor Philipp Gut dem Zürcher Professor Philipp Sarasin vorwarf, seiner Geliebten Svenja Goltermann an der Universität Zürich zu einer Professorenstelle verholfen zu haben. Sarasin und Goltermann wiesen die Vorwürfe von sich, denn die Beziehung sei erst später entstanden. Sie gingen mit einer Strafanzeige und einer Zivilklage gegen Philipp Gut vor.

Am Freitag verurteilte das Bezirksgericht Zürich Gut zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse. Gut sei schuldig der mehrfachen üblen Nachrede sowie der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

Aktennotiz soll Guts Unschuld beweisen

Nun steht aber noch das Zivilverfahren an. Für dieses hat Roger Köppel den Medienunternehmer Schawinski als Zeugen vorgeschlagen. Denn: Schawinski soll in einem Gespräch gesagt haben, dass Sarasin und Goltermann tatsächlich bereits vor dem Berufungsverfahren eine Liebesbeziehung hatten.

In der Aktennotiz, die Köppel angelegt und beim Gericht als Dokument eingereicht hat, steht auch, dass Schawinski gesagt haben soll, dass er ganz genau wisse, «wie es war». Laut Köppels Darstellungen sagte Schawinski damals: «Philipp hatte vor 10 oder 15 Jahren eine Affäre mit Svenja.»

Köppel sagt auch, dass Schawinski alleine wegen dieser Aktennotiz die Sendung «Roger gegen Roger» eingestellt habe.

Bei Gericht denunziert

Schawinski wehrt sich gegen die Vorwürfe. «Roger Köppel hat mich aufgrund eines sogenannten Gesprächsprotokolls mit unsinnigen Falschaussagen bei Gericht denunziert.» Die Darstellung in der Aktennotiz sei «Unsinn».

Er habe Köppel im Gegenteil davon überzeugen wollen, «diese unappetitliche und als Folge der Mörgeli-Affäre politisch motivierte Kampagne gegen Sarasin einzustellen». Er habe weder Sarasin noch Goltermann zu der Zeit der angeblichen Affäre gekannt, so Schawinski. Daher wäre die Aktennotiz als «einziger und wichtigster Beweis für die Schmutzkampagne der ‹Weltwoche›» auch aus diesem Grund «unbrauchbar» gewesen, so Schawinski weiter.

Schawinski gibt zu, dass «Köppels Denunziation» auch ein Grund gewesen ist, den Radio-Talk zu stoppen. «Mit jemandem, der Stasi-Methoden verwendet, um seine eigene Haut zu retten, will ich nichts mehr zu tun haben», sagt Schawinski.

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