Lawinendrama: Bozner Justiz ermittelt gegen fünf Personen

Das Unglück im italienischen Schnalstal hat einer Frau sowie zwei Mädchen das Leben gekostet.

Das Schneebrett in der Nähe zur Schweiz hat drei Menschen getötet. (AP/Keystone/29. Dezember 2019)

Das Schneebrett in der Nähe zur Schweiz hat drei Menschen getötet. (AP/Keystone/29. Dezember 2019)

Nach dem Lawinenunglück mit drei toten Deutschen im Südtirol ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen fünf Personen. Sie seien wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Herbeiführung eines Lawinenunglücks in das Ermittlungsregister eingetragen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Bozen am Montag mit.

Um wen es sich dabei handelt, wurde nicht bekannt. Die Unglückspiste im Schnalstal sei für die Beweisaufnahme gesperrt worden, hiess es weiter. Die Leichen seien zur Überführung freigegeben worden.

Am Samstag hatte eine Lawine eine Mutter mit ihrer sieben Jahre alten Tochter aus Thüringen und ein sieben Jahre altes Mädchen aus Nordrhein-Westfalen getötet. Sie waren mit ihren Familien auf einer Piste unterwegs, als sie das Schneebrett verschüttete.

Ermittelt werden muss, wie es zu der Katastrophe kam und was die Lawine ausgelöst hat. Die Frage ist unter anderem, ob der Skipistenbetreiber das Lawinenrisiko falsch eingeschätzt hat oder ob ein Skifahrer abseits der Piste das Schneebrett ausgelöst hatte.

fal/sda

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