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Mann wollte seine Kollegin töten und essen

Ein deutsches Gericht verurteilte einen 42-Jährigen zu zweieinhalb Jahren geschlossener Psychiatrie. Der IT-Angestellte bezeichnet sich selbst als Kannibalen.

Sprach einen Mann mit Gewaltfantasien schuldig: Das Landgericht in Nürnberg. (Archiv)
Sprach einen Mann mit Gewaltfantasien schuldig: Das Landgericht in Nürnberg. (Archiv)
Daniel Karmann/DPA, Keystone

Er wollte eine Frau töten und den Leichnam essen – und suchte dafür im Internet nach Helfern: Ein Gericht in Deutschland hat einen geständigen 42-Jährigen für zweieinhalb Jahre in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen.

Ein Richter des Landgerichts Nürnberg attestierte dem Mann am Montag eine schwere Persönlichkeitsstörung und seelische Abartigkeit. Schuldig gesprochen wurde er wegen zwei Fällen der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten, sagte ein Justizsprecher. Das Gericht befand ihn für vermindert schuldfähig.

Suchte Frau, die sich töten lässt

Der IT-Angestellte soll im Sommer 2016 Männer gesucht haben, die ihm helfen würden, eine Kollegin zu misshandeln und zu töten. Anschliessend habe er den Leichnam essen wollen.

In einem zweiten Text vom Herbst suchte der Mann, der sich selbst als Kannibalen bezeichnet, laut Anklageschrift eine Frau, die sich von ihm töten lässt – oder jemanden, der ihm eine Frau zu diesem Zweck verkauft.

Erster Interessent meldete sich nach zwei Stunden

Laut «Bild.de» hat der Mann in Internet-Foren Folgendes geschrieben: «Da ich Kannibale bin, würde ich sie gerne verspeisen, aber vorher durch Vergewaltigung und Folter für ihre Missetaten bestrafen.»

Allein schaffe er das nicht, daher suche er «böse Männer». Nicht einmal zwei Stunden nach Veröffentlichung des ersten Textes habe sich der erste Interessent per E-Mail bei dem Angeschuldigten gemeldet.

Einsichtig und reuig

Zur Ausführung der Taten kam es nicht. Strafmildernd wirkte sich nach Angaben aus Justizkreisen aus, dass sich der Angeklagte geständig, einsichtig und reuig gezeigt habe. Das Urteil wurde öffentlich verkündet. Nach dem Verlesen der Anklage war die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen worden. Der Richter begründete dies mit den intimen und persönlichen Details des Falls.

SDA/chi

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