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Nach Massendurchfall muss Gemeinde Wasser abkochen

Fast 90 Schülern und Lehrern wurde nach einem Restaurantbesuch auf dem Stoos SZ speiübel. Nun sind im Dorf spezielle Massnahmen getroffen worden.

Die Reise ging in die Hose: Skilift auf dem Stoos.
Die Reise ging in die Hose: Skilift auf dem Stoos.
Urs Flüeler, Keystone

Nach einem Skiausflug auf den Stoos SZ sind am Freitag 88 Schüler und Lehrer der Sekundarschule Buttikon SZ an Durchfall und Erbrechen erkrankt. Mehrere Personen liessen sich im Spital behandeln. Die Betroffenen hatten am Mittag alle im selben Restaurant ein Spaghetti-Gericht gegessen.

Der Kantonschemiker des Laboratoriums der Urkantone, Daniel Imhof, bestätigte am Dienstag auf Anfrage Informationen des «March-Anzeigers». Die Ursache für die Erkrankungen sei nicht geklärt, sagte Imhof der Nachrichtenagentur sda. Vieles deute aber auf eine Übertragung des Erregers durch Lebensmittel hin.

Gegenüber blick.cherklärte Imhof ausserdem: «Zwischenzeitlich hat die Wasserversorgung Stoos auf dem ganzen Gemeindegebiet eine Abkochvorschrift erlassen.» Die Bevölkerung sei aufgerufen, das Trinkwasser nicht mehr unbehandelt zu konsumieren. Diese Massnahme wurde vorsorglich getroffen, bis der Grund für den mysteriösen Durchfall geklärt sei.

24 blieben verschont

Insgesamt erkrankten alle 88 Personen am selben Tag. Eine solche Häufung wäre etwa für ein Grippevirus ungewöhnlich, sagte Imhof. Am Montag waren laut Angaben der Schule 25 Schülerinnen und Schüler noch immer krank gemeldet. Beschwerdefrei blieben 24 Teilnehmer des Skitags, die sich am Mittag offenbar andernorts verpflegt hatten.

Das Laboratorium der Urkantone klärt ab, ob es sich beim Erreger um ein Virus oder ein Bakterium handelte. Dazu sollen Stuhlproben aus dem Spital ausgewertet werden. Zudem nahm der Kantonschemiker Kontakt mit dem Gastronomiebetrieb auf dem Stoos auf. Er will auch eruieren, ob noch weitere Personen, die nicht zum Skitag der Schule gehörten, betroffen waren.

SDA/jdr

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