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Mehrere Rekruten sterben bei Zugunglück in Finnland

Im Süden Finnlands stösst ein Zug an einem Schienenübergang mit einem mit Soldaten besetzten Fahrzeug zusammen. Vier Personen sind ums Leben gekommen.

Unfall fordert Tote und Verletzte: Der Unglückszug in der Nähe von Roseborg. (26. Oktober 2017)
Unfall fordert Tote und Verletzte: Der Unglückszug in der Nähe von Roseborg. (26. Oktober 2017)
Lehtikuva via AP, Keystone
Der Zug ist mit einem Militärfahrzeug kollidiert.
Der Zug ist mit einem Militärfahrzeug kollidiert.
Lehtikuva via AP, Keystone
Unter den Opfern sind offenbar Soldaten.
Unter den Opfern sind offenbar Soldaten.
Lehtikuva via AP, Keystone
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Bei einem Zugunglück im Südwesten Finnlands sind vier Menschen ums Leben gekommen und elf weitere verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, fuhr ein Zug am Morgen auf ein Militärfahrzeug auf und zerschmetterte dieses.

Nach Angaben der Behörden wurden drei der Rekruten im Transporter getötet und vier weitere verletzt, auch ein Zugpassagier starb. Die insgesamt elf Verletzten befanden sich nach Behördenangaben in einem stabilen Zustand.

Bei Aufprall zerstört

Beim Zusammenstoss auf einem ungesicherten Bahnübergang in Raasepori entstanden Schäden an der Vorderseite des Zugs, der nur einen Personenwagen transportierte. Der Militärtransporter wurde beim Aufprall zerstört.

Die Unglücksursache war zunächst noch unbekannt. Schneefall könnte allerdings für erschwerte Sichtverhältnisse gesorgt haben. Es habe geschneit und die Strassenverhältnisse seien schlecht gewesen, sagte Mats Sjöholm von der Kriminalpolizei. Man gehe von einem Unfall aus. Als die Sicherheitskräfte am Unfallort eintrafen, schneite es immer noch.

«Bahnübergänge nicht sicher»

Örtlichen Medien zufolge hatten die acht Rekruten zum Zeitpunkt des Unfalls um 8.00 Uhr morgens (6.00 Uhr MESZ) an einer Militärübung im Wald teilgenommen. «Bahnübergänge in Finnland sind nicht sicher», erklärte eine Sprecherin des finnischen Zentrums für Unfalluntersuchung nach dem Unglück.

Der finnische Ministerpräsident Juha Sipila befand sich auf einer Auslandsreise in Bolivien, als das Unglück passierte. Über den Kurzbotschaftendienst Twitter teilte er mit: «Ich habe von den schockierenden und traurigen Nachrichten aus Raasepori gehört. Mein herzlichstes Beileid für die Angehörigen der Opfer, Kraft für die Verletzten.»

Verteidigungsminister Jussi Niinistö ordnete Trauerbeflaggung an. 1989 waren in Finnland bei einem Zugunglück elf Menschen gestorben und 39 weitere verletzt worden. Damals war ein Zug bei einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Stundenkilometern in Jyväskylä entgleist.

dapd/woz

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