Mehrere Verletzte nach Erdbeben in Indonesien

Ein schweres Erdbeben hat die indonesische Hauptstadt Jakarta erschüttert und eine Tsunami-Warnung ausgelöst.

Mit einer Stärke von 7,4 bebte in Jakarta die Erde. Foto: Twitter

Mit einer Stärke von 7,4 bebte in Jakarta die Erde. Foto: Twitter

Die indonesischen Behörden haben am Samstag eine erste Bilanz eines Erdbebens gezogen, das am Vorabend die Hauptstadt Jakarta auf der Insel Java erschüttert hatte. Eine Person habe während des Bebens einen tödlichen Herzinfarkt erlitten. Vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilten die Zivilschutzbehörden mit. Über 100 Gebäude seien durch den Erdstoss der Stärke 6,9 zudem beschädigt worden.

Das nationale Geophysik-Institut hatte zunächst eine Tsunami-Warnung für den Westen von Java sowie einen Teil der nördlichen Nachbarinsel Sumatra ausgegeben. Es hob die Warnung aber kurz danach wieder auf.

Java mit der indonesischen Hauptstadt Jakarta ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes, mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt hier. In Jakarta brachten die Erdstösse mehrere Gebäude zum Schwanken, Menschen rannten in Panik auf die Strasse. «Der Leuchter in meiner Wohnung wackelte und ich lief vom 19. Stock hinunter», sagte die 50-jährige Elisa der Nachrichtenagentur AFP. «Alle anderen rannten auch. Es war eine wirklich starke Erschütterung und ich hatte grosse Angst.»

Hohe seismische Aktivität

In Indonesien ereignen sich immer wieder Erdbeben. Der weitläufige asiatische Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stossen tektonische Platten aufeinander, so dass es hier besonders oft Erdbeben und Vulkanausbrüche gibt. Vergangenen Monat starben bei einem Beben auf den entlegenen Molukken-Inseln fünf Menschen.

Bei einem Beben der Stärke 7,5 und einem Tsunami waren im September vergangenen Jahres auf der indonesischen Insel Sulawesi mehr als 2200 Menschen ums Leben gekommen. Noch viel verheerender war ein Beben der Stärke 9,1 mit anschliessendem Tsunami an Weihnachten 2004: Damals starben in mehreren Ländern am Indischen Ozean etwa 220'000 Menschen, davon 170'000 in Indonesien.

AFP

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