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Mörder, geistig behindert, Todeskandidat

Exekutionen von psychisch kranken oder geistig behinderten Strafgefangenen sind längst nicht aus der Welt geschafft. Amnesty dokumentiert Fälle aus Pakistan, den USA und Japan.

Der 78-jährige Hakamada Iwao verbrachte Jahrzehnte in einem Gefängnis-Todestrakt. Dabei entwickelte er schwere geistige und psychische Probleme. Im letzten März entschied die japanische Justiz, dass der Prozess gegen den Hinrichtungskandidaten neu aufgerollt werden soll.
Der 78-jährige Hakamada Iwao verbrachte Jahrzehnte in einem Gefängnis-Todestrakt. Dabei entwickelte er schwere geistige und psychische Probleme. Im letzten März entschied die japanische Justiz, dass der Prozess gegen den Hinrichtungskandidaten neu aufgerollt werden soll.
AFP
Askari Abdullah Muhammad wurde im vergangenen Januar im US-Bundesstaat Florida mit der Giftspritze hingerichtet – trotz einer langen psychischen Krankheitsgeschichte, einschliesslich der Diagnose paranoide Schizophrenie.
Askari Abdullah Muhammad wurde im vergangenen Januar im US-Bundesstaat Florida mit der Giftspritze hingerichtet – trotz einer langen psychischen Krankheitsgeschichte, einschliesslich der Diagnose paranoide Schizophrenie.
Keystone
In Huntsville wurde im vergangenen April der Mexikaner Ramiro Hernandez-Llanas hingerichtet – trotz Geisteskrankheit.
In Huntsville wurde im vergangenen April der Mexikaner Ramiro Hernandez-Llanas hingerichtet – trotz Geisteskrankheit.
Reuters
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Anlässlich des heutigen Welttags gegen die Todesstrafe beklagt Amnesty International die Hinrichtung von Häftlingen mit geistigen Behinderungen oder psychischen Krankheiten. Die Menschenrechtsorganisation ist unter allen Umständen gegen die Todesstrafe, weil sie grausam, unmenschlich und erniedrigend ist, wie es in einer Medienmitteilung heisst. «Aber von denjenigen Staaten, die sie noch immer anwenden, fordern wir bis zur Abschaffung, zumindest die internationalen Standards einzuhalten. Und das umfasst das Verbot der Todesstrafe für bestimmte schutzbedürftige Gruppen.»

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