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«Natürlich habe ich Dylan nicht sexuell belästigt»

Woody Allen attackiert Mia Farrow scharf. Die Missbrauchsvorwürfe seiner Adoptivtochter weist er vehement zurück. Schilderungen des Tathergangs kämen von einem Song.

Kämpft gegen Missbrauchsvorwürfe: Woody Allen.
Kämpft gegen Missbrauchsvorwürfe: Woody Allen.
AFP

Woody Allen hat die Missbrauchsvorwürfe seiner Adoptivtochter erneut vehement zurückgewiesen. «Natürlich habe ich Dylan nicht sexuell belästigt», schrieb der Filmemacher in einem im Internet veröffentlichten Beitrag der «New York Times». Er habe sie geliebt und hoffe, dass sie eines Tages verstehen werde, wie sie eines liebenden Vaters beraubt worden sei.

Zugleich attackierte der Regisseur und Schauspieler mit scharfen Worten seine einstige Lebensgefährtin Mia Farrow. Er warf ihr vor, Dylan negativ beeinflusst zu haben. Seine Adoptivtochter sei von einer Mutter ausgebeutet worden, die mehr am eigenen schwelenden Zorn interessiert sei als am Wohlergehen ihres Kindes. Farrow sei rachsüchtig, tückisch und boshaft, erklärte Allen.

Dylan hatte ebenfalls in einem offenen Brief an die «New York Times» geschildert, wie sie angeblich 1992 im Alter von sieben Jahren von ihrem Adoptivvater in ihrem Haus in Connecticut sexuell belästigt worden sei. Den gleichen Vorwurf hatte Mia Farrow vor mehr als zwei Jahrzehnten in der Zeit ihrer Trennung von Allen erhoben.

Auch damals wies er die Anschuldigungen zurück und wurde in dem Fall nie angeklagt oder festgenommen. Nach einer Untersuchung kam ein Team von Experten für Fälle von Kindesmissbrauch zu dem Schluss, dass Dylan nicht sexuell belästigt worden sei.

Allens Liebes-Aus mit Farrow ging die Enthüllung voraus, dass er eine Affäre mit ihrer anderen Adoptivtochter Soon-Yi Previn hatte. Der Filmemacher und Previn heirateten schliesslich 1997 und adoptierten zwei Mädchen.

«Ich liebte (Dylan) immer noch und fühlte mich schuldig, dass ich sie durch meine Verliebtheit in Soon-Yi in eine Lage brachte, als Spielball der Rache benutzt zu werden», schrieb Allen weiter.

Der jüngste Brief Dylans beinhalte unter anderem «kreative Ausschmückungen, die während der 21 Jahre langen Entfremdung magisch aufgetaucht zu sein scheinen». Zudem glaube er, dass die von ihr geschilderten Details durch den Song «With My Daddy in the Attic» (dt. Mit meinem Vater auf dem Dachboden) inspiriert worden seien.

Sein offener Brief werde nun das letzte Wort in dieser Angelegenheit sein, kündigte der 78-jährige Allen an und schloss mit den Worten: «Es wurden schon genug Menschen verletzt».

SDA

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