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Norwegischer Geheimdienst: Breivik-Anschlag war nicht zu verhindern

Laut Norwegens Geheimdienst gab es im Vorfeld zu Breiviks Attentaten keinen Hinweis auf dessen Pläne. Man habe von den Chemikalienkäufen gewusst, diese seien für eine Überwachung aber zu klein gewesen.

Wird sich am 16. April vor Gericht verantworten müssen: Anders Behring Breivik.
Wird sich am 16. April vor Gericht verantworten müssen: Anders Behring Breivik.
AFP

Vor den tödlichen Anschlägen in Norwegen vom vergangenen Juli hat es nach Geheimdienstangaben keine konkreten Hinweise auf die Pläne des Attentäters gegeben. Das teilte der Geheimdienst PST, einen Monat vor Beginn des Prozesses, in Oslo mit. Der Attentäter Anders Behring Breivik habe zwar in Polen Chemikalien zum Sprengstoffbau gekauft. Dies sei bekannt gewesen. Die Menge sei aber für eine routinemässige Nachverfolgung zu gering gewesen, hiess es weiter.

Am Donnerstag hatte Norwegens Polizeichef Fehler beim Breivik- Einsatz eingestanden und sich öffentlich entschuldigt. Internen Ermittlungen zufolge hätten die Einsatzkräfte «theoretisch» 16 Minuten früher die Insel Utøya erreichen können, wenn sofort ein Boot verfügbar gewesen wäre. Auch habe es Kommunikationsprobleme gegeben.

Wegen vorsätzlichen Mordes vor Gericht

Am 22. Juli 2011 waren 77 Menschen getötet worden, als Breivik erst eine Bombe im Osloer Regierungsviertel zündete und wenig später 69 Teilnehmer eines Ferienlagers auf Utøya erschoss.

Breivik muss sich vom 16. April an wegen Terrorismus und vorsätzlichen Mordes vor Gericht verantworten. Er hatte sich bei Anhörungen im Februar nicht schuldig bekannt und erklärt, er habe aus Selbstverteidigung gehandelt. Er wollte die Regierung für ihre Einwanderungspolitik bestrafen.

SDA/kpn

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