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Nüssli-Lieferant muss 28 Jahre ins Gefängnis

Hohe Haftstrafen wegen eines Salmonellen-Skandals in den USA: Der Besitzer einer Peanuts-Produktion und sein Bruder wurden schuldig gesprochen.

Soll für die Verbreitung von Salmonellen in 46 US-Bundesstaaten verantwortlich sein: Stewart Parnell. (Archivbild)
Soll für die Verbreitung von Salmonellen in 46 US-Bundesstaaten verantwortlich sein: Stewart Parnell. (Archivbild)
Don Petersen, Keystone

Wegen eines folgenschweren Salmonellen-Ausbruchs in den USA ist der frühere Chef einer Erdnuss-Firma zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nach Verbüssen der Haftstrafe gelte für den heute 61-jährigen Stewart Parnell überdies eine dreijährige Bewährungszeit.

Das teilte das US-Justizministerium am Montag in Washington mit. Parnell war der Besitzer und Chef der Peanut Corporation of America (PCA), deren Produkte 2009 einen Salmonellen-Ausbruch in 46 US-Bundesstaaten verursachten.

Parnells 56-jähriger Bruder Michael, der als Zwischenhändler an dem Skandal beteiligt war, wurde zu 20 Jahren Haft und zusätzlich drei Jahren Bewährungszeit verurteilt. Die 41-jährige Mary Wilkerson, damals Mitarbeiterin in einem PCA-Werk in Blakely im Bundesstaat Georgia, muss fünf Jahre ins Gefängnis.

«Amerikaner sollten darauf vertrauen können, dass das Essen, das sie für sich und ihre Familien kaufen, sicher ist», erklärte die Generalstaatsanwaltschaft. Der Leiter der zivilrechtlichen Abteilung des Justizministeriums, Benjamin Mizer, erklärte, das Urteil sende «eine starke Botschaft an Verantwortliche in der Lebensmittelindustrie aus, dass sie eine besondere Vertrauensstellung beim amerikanischen Konsumenten haben und dass denjenigen, die Profit über das Wohlergehen ihrer Kunden stellen und wissentlich verunreinigte Lebensmittel verkaufen, ernsthafte Konsequenzen drohen».

Im Zusammenhang mit dem Salmonellen-Ausbruch wurden mehr als 700 Infektionen in 46 Bundesstaaten gemeldet. Nach Hochrechnung der Behörde für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) entspricht das mehr als 22'000 Fällen insgesamt. Neun Betroffene starben an der Infektion.

SDA/chk

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