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Opferzahl nach Zugunglück in Dänemark steigt auf acht

Die Polizei informiert, dass zwei Menschen mehr ums Leben gekommen sind als bisher angenommen. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen auf Hochtouren.

sep
Zugunglück in Dänemark forderte mehrere Tote und Verletzte: Es soll sich um das schlimmste Zugunglück in Dänemark seit 1988 handeln. (2. Januar 2019)
Zugunglück in Dänemark forderte mehrere Tote und Verletzte: Es soll sich um das schlimmste Zugunglück in Dänemark seit 1988 handeln. (2. Januar 2019)
Tim K. Jensen, Keystone
«Es gab einen lauten Aufprall und dann fielen die Fenster auf unsere Köpfe», erzählt eine Passagierin.
«Es gab einen lauten Aufprall und dann fielen die Fenster auf unsere Köpfe», erzählt eine Passagierin.
Anonymous Source via AP, Keystone
Die Mitreisenden seien auf den Boden geworfen worden, dann habe der Zug gestoppt.
Die Mitreisenden seien auf den Boden geworfen worden, dann habe der Zug gestoppt.
Anonymous Source via AP, Keystone
Unverletzte Passagiere werden in ein Sportcenter gebracht.
Unverletzte Passagiere werden in ein Sportcenter gebracht.
Carsten Bundgaard Andersen, Keystone
Die Polizei informiert an einer Pressekonferenz.
Die Polizei informiert an einer Pressekonferenz.
Robert Wengler/Ritzau Scanpix, Reuters
Im Nyborg Sportcenter ist ein Notfall-Krisenzentrum eingerichtet worden.
Im Nyborg Sportcenter ist ein Notfall-Krisenzentrum eingerichtet worden.
Carsten Bundgaard Andersen, Ritzau Scanpix, Keystone
Insgesamt befanden sich 131 Passagiere im verunfallten Zug.
Insgesamt befanden sich 131 Passagiere im verunfallten Zug.
Carsten Bundgaard Andersen/Ritzau Scanpix, Keystone
Die Brücke über den Storebælt verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland (Sjælland) und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks.
Die Brücke über den Storebælt verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland (Sjælland) und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks.
Michael Bager/Ritzau Scanpix, Keystone
Der von der Frachttochter der Deutschen Bahn, DB Cargo, betriebene Güterzug transportierte Bierkästen und Verpackungsmaterial der Brauerei Carlsberg
Der von der Frachttochter der Deutschen Bahn, DB Cargo, betriebene Güterzug transportierte Bierkästen und Verpackungsmaterial der Brauerei Carlsberg
Michael Bager/Ritzau Scanpix, AFP
Genaueres zur Unfallursache gibt es noch nicht.
Genaueres zur Unfallursache gibt es noch nicht.
Tim K. Jensen / Ritzau Scanpix, AFP
Die Dänische Bahngesellschaft DSB meldete erst sechs Tote.
Die Dänische Bahngesellschaft DSB meldete erst sechs Tote.
Tim K. Jensen / Ritzau Scanpix, AFP
Die Zufahrt zur Brücke ist für den Autoverkehr gesperrt.
Die Zufahrt zur Brücke ist für den Autoverkehr gesperrt.
Tim K. Jensen / Ritzau Scanpix, AFP
Der Zug war gegen 7.30 Uhr von einem Gegenstand getroffen worden und hatte hart bremsen müssen.
Der Zug war gegen 7.30 Uhr von einem Gegenstand getroffen worden und hatte hart bremsen müssen.
Tim K. Jensen / Ritzau Scanpix, AFP
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Bei dem Zugunglück auf der Brücke über den Grossen Belt (Storebælt) in Dänemark sind zwei Menschen mehr ums Leben gekommen als ursprünglich angegeben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf acht, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen in Odense sagte. Darunter seien fünf Frauen und drei Männer, aber keine Kinder. Es sei weiter zu früh, eine Unglücksursache zu benennen.

Das Zugunglück hatte sich am Mittwochmorgen auf der Storebælt-Brücke ereignet. Die Polizei hatte bislang von sechs Toten und 16 Verletzten gesprochen. Bereits damit hatte es sich um das schwerste Zugunglück auf dänischen Gleisen seit 1988 gehandelt. Ob es sich bei den beiden weiteren Toten um Menschen handelt, die zuvor zu den Verletzten gezählt worden waren, liess die Polizei am Donnerstag zunächst offen.

Untersuchungen zur Ursache

Sowohl der auf der Storbæltbrücke verunglückte Passagierzug als auch der am Unfall beteiligte Güterzug sollten für weitere Untersuchungen in einen abgesperrten Bereich bei Nyborg am westlichen Ende der Brücke gebracht werden, wie die Polizei der Region Fünen (Fyn) am Mittwochabend mitteilte. Gleichzeitig wurde an der Identifizierung der Toten gearbeitet.

Am Mittwochmorgen war ein Zug mit 131 Fahrgästen und drei Besatzungsmitgliedern an Bord auf der Storebæltbrücke verunglückt. Bisher wird davon ausgegangen, dass ein leerer Lastwagenanhänger von dem entgegenkommenden Güterzug herunterfiel und das folgenschwere Unglück somit auslöste. Näheres zur Ursache ist aber bislang unklar.

«Das geht absolut nicht in Ordnung»

Sechs Menschen starben, 16 wurden verletzt. Es handelte sich um das opferreichste Zugunglück in Dänemark seit 1988. Eine Aufarbeitung der Unglücksursache dürfte noch Wochen, möglicherweise auch Monate dauern.

Zum Unglückszeitpunkt hatte es heftig gestürmt in Teilen Skandinaviens. Die Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland (Sjælland) und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks. Auf Seeland liegt auch die dänische Hauptstadt Kopenhagen.

40 Autofahrer müssen derweil Bussgelder zahlen, weil sie mit ihren Mobiltelefonen Bilder vom Unglücksort auf der Brücke über den Grossen Belt gemacht haben. «Das geht absolut nicht in Ordnung. Zeigen Sie jetzt Respekt für die Betroffenen - und halten Sie im Übrigen die Strassenverkehrsordnung ein!!!», schrieb die Polizei von Fünen auf Twitter.

(SDA)

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