Zum Hauptinhalt springen

Passagierjet rettet Segler das Leben

Auf der Reise von Vancouver nach Sydney wurden die Passagiere einer B777 zu Lebensrettern.

Beim Rückflug in Rettungsaktion eingebunden: B777 der Air Canada.
Beim Rückflug in Rettungsaktion eingebunden: B777 der Air Canada.
Air Canada

Der Flug verläuft eigentlich ganz normal. Bald soll die Boeing B777 der Air Canada in Sydney landen. Doch dann kommt eine ungewöhnliche Durchsage aus dem Cockpit. Ob einer der Passagiere ein Fernglas dabei habe, fragt der Kapitän über die Lautsprecher in die Kabine. Man suche nach einem Segler, der einen Notruf ausgesandt habe. «Wenn irgendjemand das Boot sieht, geben Sie sofort dem Flugbegleiter Bescheid!»

Rettungsteam kontaktierte Piloten

Was ist geschehen? Zuvor hatte die australische Maritime Safety Authority die Crew des Flugzeuges kontaktiert und ihr von dem Notfall berichtet. Die Air-Canada-Maschine sei diejenige, die dem möglichen Aufenthaltsort des Bootes am nächsten gewesen sei, so die Behörde. Und zum Glück hat die Boeing noch genug Kerosin im Tank. So sinkt Flug AC033 von etwa 7500 auf 1800 Meter und sucht den Seemann in Not. Der Flieger sei gekreist und immer wieder von der einen auf die andere Seite umgeschlagen, berichtet eine Reisende laut der kanadischen Zeitung «The Globe and Mail». «Wir waren überrascht, wie wendig der Flieger ist.»

Nervosität an Bord

Schliesslich entdeckt ein Passagier das Boot mit einem Fernglas. Jubel bricht aus. Zwei Wochen zuvor schon hatte der Segler die Region um die australische Metropole Sydney verlassen. Den geplanten Kurs hatte er offenbar schon eine Woche lang nicht wieder gefunden und dann ging ihm auch noch der Reservetreibstoff aus. Nach der Entdeckung durch die B777 kam ihm ein Rettungsflugzeug zu Hilfe.

Auch Airbus um Hilfe gebeten

Der Hilfseinsatz der B777 ist eher ungewöhnlich. Normalerweise bitte man eher selten Passagierflieger um Hilfe, heisst es von der australischen Schifffahrtsbehörde. Doch in diesem Fall sei es einfach naheliegend gewesen. Selten gäbe es Zwischenfälle in so abgelegenen Regionen. Doch dort seien eben hauptsächlich Flugzeuge unterwegs. Ausser dem Air-Canada-Flieger hatte man offenbar auch einen Airbus A320 um Hilfe gebeten, doch der war nicht erfolgreich. 400 Kilometer mehr als geplant legte der Jet zurück. Er kam mit einer Verspätung von 90 Minuten in Sydney an. Doch der Hilfseinsatz war noch nicht einmal der Hauptgrund für die Verspätung. Schlechtes Wetter hatte auch zu einer Routenänderung geführt. Immerhin: Passagiere und Crew wurden bei der späten Ankunft als Helden gefeiert.

Weitere spannende Themen aus der Welt der Airlines finden Sie auf Aerotelegraph.com. Aerotelegraph ist eine Medienagentur unabhängiger Aviatikjournalisten in Zürich.

se/Aerotelegraph.com

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch