Rätsel um angeschwemmte Garfield-Telefone ist gelöst

Seit den Achtzigerjahren trat das Phänomen an den Stränden in der Bretagne auf. Die Spur führt in eine Unterwasserhöhle.

Plastik am Strand statt Perlen: Das Jahrzehntelange Rätseln um die Garfield-Telefone hat ein Ende. Bild: Fred Tanneau/AFP

Plastik am Strand statt Perlen: Das Jahrzehntelange Rätseln um die Garfield-Telefone hat ein Ende. Bild: Fred Tanneau/AFP

Seit mehr als 30 Jahren werden Garfield-Telefone an Stränden der Bretagne angeschwemmt – nun haben französische Umweltschützer die Ursache für dieses mysteriöse Phänomen geklärt.

Sie fanden Überreste eines Schiffscontainers in einer Grotte im Meer, die Telefone in Form des Katers Garfield aus dem Comic des US-Zeichners Jim Davis enthalten.

«Wir haben diese unglaubliche Felsspalte von 30 Metern Tiefe gefunden, und ganz unten sind Reste eines Containers», sagte Claire Simonin von dem Verein Ar Viltansoù, der Strände im äussersten Westen Frankreichs von Müll befreit. «Unseren Verein gibt es seit 18 Jahren, und seitdem finden wir bei fast jeder Strandreinigung Teile von Garfield-Telefonen.»

Anwohner will Container schon gesichtet haben

Einer der Bewohner der Region hatte dem Verein kürzlich berichtet, er habe zu Beginn der 80er-Jahre als junger Mann einen Container mit Garfield-Telefonen entdeckt. In der Nähe der Gemeinde Plouarzel fanden die Umweltschützer daraufhin Reste des Containers in einer Grotte, die meistens unter Wasser steht. Es sei wegen der starken Gezeiten ein «sehr gefährlicher Ort», sagte Simonin.

Von welchem Schiff der Container stammen könnte und ob womöglich noch weitere Telefone unter Wasser liegen, ist allerdings unklar. Bei Schiffsunglücken wird in vielen Fällen weder die genaue Zahl der Container bekanntgegeben noch ihr Inhalt.

oli/sda

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