Zum Hauptinhalt springen

Frau bei Carunfall im Tessin getötet – 14 Verletzte

Nahe dem Ceneri-Tunnel ist ein deutscher Reisebus schwer verunfallt. Die Passagiere waren zumeist junge Erwachsene.

Auf der A2 im Tessin hat sich am Sonntagmorgen ein tragisches Busunglück ereignet. (Video: SDA/Tamedia)

Am Sonntagmorgen ist ein deutscher Reisecar im Tessin auf einen Autobahnpfosten gekracht. Beim schweren Unglück kam eine Frau aus Deutschland ums Leben. 14 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer. An Bord des Busses waren nach Angaben der Polizei 25 Menschen.

Die zehn Unverletzten wurden zunächst in einer Einrichtung des Zivilschutzes betreut. Der Fahrer war nach Angaben der Polizei unter den Schwerverletzten. An eine Vernehmung sei vorerst nicht zu denken. Bei den Insassen handelt es sich laut Polizei vor allem um eine Gruppe junger Leute, etwa 16 bis 23 Jahre alt.

Der weisse Reisebus war mit den Passagieren und zwei Fahrern in Köln aufgebrochen, sagte Johannes Hübner vom Internationalen Bustouristik Verband RDA. Er übernahm für das betroffene Unternehmen die Notfall-Koordination. Der Bus sei auf dem Weg nach Assisi gewesen. Nach seinen Worten wollte die Reisegruppe mehrere Tage in Italien verbringen. Nähere Angaben zu den Insassen konnte Hübner zunächst nicht machen.

Der Unfall passierte auf der Autobahn A2 bei Sigirino im Tessin nahe dem Lago Maggiore, nach dem Ceneri-Tunnel. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei prallte der Bus auf einen Pfosten. Der Bus kam aufrecht in Fahrtrichtung zum Stehen. Über den genauen Unfallhergang und die Ursache konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Die Ermittlungen zur Unglücksursache liefen.

Der Pfosten hat den Bus bis hinter die Fahrerkabine aufgerissen. Die Fahrerkabine wurde völlig zerstört. Von den Scheiben ist nichts übrig, das Lenkrad hängt im Freien. Verbogenes Metall ragt in alle Richtungen und abgerissene Kabel hängen herab.

Mit Nothammer Fluchtweg gebahnt

Krankenpfleger Giuseppe Gulino fuhr wenige Meter hinter dem Bus her, wie er dem «Blick» berichtete. Er sei sofort zu dem verunglückten Bus gelaufen. Die Jugendlichen seien in Panik gewesen, berichtete er der Zeitung. Er habe vorn einsteigen können und den Insassen mit dem Nothammer einen Fluchtweg gebahnt.

Der Bus prallte auf einen Pfosten und kam aufrecht in Fahrtrichtung zum Stehen. (14. Oktober 2018)
Der Bus prallte auf einen Pfosten und kam aufrecht in Fahrtrichtung zum Stehen. (14. Oktober 2018)
Ti-Press/Gabriele Putzu, Keystone
Der Pfosten hat den Bus bis hinter die Fahrerkabine aufgerissen. Die Fahrerkabine wurde völlig zerstört. (14. Oktober 2018)
Der Pfosten hat den Bus bis hinter die Fahrerkabine aufgerissen. Die Fahrerkabine wurde völlig zerstört. (14. Oktober 2018)
Ti-Press/Gabriele Putzu, Keystone
Der Bus war nach Italien unterwegs.
Der Bus war nach Italien unterwegs.
Ti-Press/Gabriele Putzu, Keystone
1 / 7

«Sie standen unter Schock», sagte er. «Einige hatten geschlafen.» Sowohl der Fahrer als auch ein Beifahrer und eine junge Frau seien zwischen Metallteilen eingeklemmt gewesen. Es dauerte nach Angaben der Polizei mehrere Stunden, um alle Verletzten zu bergen. Die Autobahn blieb in Richtung Süden stundenlang gesperrt. Zahlreiche Krankenwagen, Feuerwehrautos, Notärzte und Sanitäter waren im Einsatz. Regierungsrat Norman Gobbi lobt edie Rettungskräfte.

SDA/mch/sep

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch