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Resistente Keime in Geflügel bei Grossverteilern

Der Konsumentenschutz hat in einem grossen Teil des Geflügelangebots bei Schweizer Grossverteilern resistente Bakterien gefunden. Der Befund deutet auf den Einsatz von Antibiotika auch bei gesunden Tieren hin.

Der Konsumentenschutz fordert ein kontrollierteren Einsatz von Antibiotika: Pouletfleisch im Kühlregal.
Der Konsumentenschutz fordert ein kontrollierteren Einsatz von Antibiotika: Pouletfleisch im Kühlregal.
Keystone

Die Allianz der Schweizer Konsumentenschutzorganisationen hat Poulet- und Trutenfleisch von den Fleischtheken und aus den Kühlregalen Schweizer Grossverteiler untersuchen lassen. Von 40 Proben wiesen dabei 19 Verunreinigungen mit antibiotikaresistenten Bakterien auf.

Die Testresultate deuten darauf hin, dass die Geflügelzüchter auch gesunden Hühnern in grossem Umfang präventiv Antibiotika verabreichen. Resistente Bakterien kommen desto eher vor, je mehr Antiobiotika eingesetzt werden. Der Konsumentenschutz fordert deshalb, den Einsatz von Antibiotika auf kranke Tier zu beschränken und zudem den Antibiotika-Verbrauch genauer zu erfassen.

Importfleisch oft betroffen

Das von den Konsumentenschützern gekaufte Fleisch stammt teilweise aus dem Ausland. Die Ergebnisse der Analyse zeigten, dass importiertes Poulet- und Truthahnfleisch auffallend oft mit resistenten Keimen befallen sei, was ist in Anbetracht dessen, dass die Schweiz rund die Hälfte des Geflügelfleisches importiere, nicht unerheblich sei.

Festgestellt wurden im Geflügelfleisch resistente Varianten von Kolibakterien, Aureus-Staphylokokken und Campylobacter. Das Fleisch stammte aus Filialen von Migros, Coop, Lidl, Aldi, Manor und Globus. Von den meisten Grossverteilern kam sowohl Fleisch, das die Tester als empfehlenswert einstuften, aber auch solches, das sie als ungenügend einstuften. (Zu den vollständigen Resultaten.)

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