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Respektlos oder genial?

Eine Fotoserie mit Athleten des US-amerikanischen Olympiateams sorgt für Aufregung.

Einige Fotos aus der Serie von Joe Klamar: Siebenkämpferin Hyleas Fountain.
Einige Fotos aus der Serie von Joe Klamar: Siebenkämpferin Hyleas Fountain.
AFP
Siebenkämpfer Trey Hardee.
Siebenkämpfer Trey Hardee.
AFP
Schwimmer Brendan Hansen.
Schwimmer Brendan Hansen.
AFP
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Für die Agentur AFP fotografierte Joe Klamar Teilnehmer des US-amerikanischen Olympiateams bei einer Session Mitte Mai in Dallas, darunter auch Schwimmlegende Michael Phelps. Der Fotograf wollte dabei keine normalen Porträts machen, sondern fotografierte die Sportler in charakteristischen Posen und Gesten ihrer jeweiligen Sportart, was manchmal eher grotesk oder komisch wirkt.

Schattig, amateurhaft, unpatriotisch?

Die Veröffentlichung der Bilder zog eine Lawine an Kommentaren in amerikanischen Medien und sozialen Netzwerken nach sich. Fotograf Klamar, berühmt geworden mit Porträts von Hollywoodstars und mit Bildern von Boxern, wurde heftig angegriffen, aber auch gelobt: Einige finden seine Werke zu schattig und amateurhaft oder gar unpatriotisch und respektlos dem amerikanischen Sport gegenüber. Andere hingegen halten sie für brillant, weil sie viel authentischer wirken als die üblichen gestellten Heldenposen.

Klamar selbst äusserte sich im Blog des AFP und meinte, die ganze Fotosession sei völlig improvisiert gewesen: «Ich hatte mir vorgängig kein Konzept überlegt. Ich musste ins kalte Wasser springen.» Die Sportler hätten dann mitgemacht und auch Posen eingenommen, die nicht immer so heroisch und stolz wirken. «Mein einziges Ziel war es, sie als interessante und spezielle Personen zu zeigen.»

Der Verantwortliche bei AFP verteidigt die Vorgehensweise und die entstandenen Bilder: «Wir haben Klamar ausgewählt wegen seiner Fähigkeit, die Welt mit anderen Augen zu sehen, auf eine originellere und weniger konventionelle Weise.»

Ist die Aufregung gerechtfertigt? Was halten Sie von den Bildern?

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