Zum Hauptinhalt springen

Saudischer Prinz steht wegen Mordes vor Gericht

Der Enkel des saudischen Königs Abdullah steht in London vor Gericht. Er soll seinen Diener misshandelt und getötet haben.

Der saudische Prinz habe seinen Untergebenen als Sexsklaven gehalten, behauptet die Staatsanwaltschaft: Das Video soll angeblich Saud Abdelasis zeigen, der seinen Diener verprügelt.

Der Enkel des saudischen Königs Abdullah steht in London seit Dienstag wegen Mordes an seinem Diener vor Gericht. Der Prinz Saud Abdelasis soll seinen Diener nach einem Besuch in einer Londoner Hotelbar getötet haben, wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet. Das Opfer habe ihm als Sexsklave gedient, heisse es in der Anklageschrift.

Nachdem die Leiche seines Untergebenen Bandar Abdullah Abdulaziz gefunden wurde, war der Prinz im Februar festgenommen worden. Im Obduktionsbericht heisse es, er sei durch Strangulation gestorben. Laut Ergebnissen der Beweisaufnahme deute einiges darauf hin, dass der Prinz den Diener als Sexsklaven behandelt habe. Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass der 34-Jährige ein homosexuelles Verhältnis zu seinem Diener unterhalten habe.

Video aus Aufzug

Die Verteidigung widerspreche dem allerdings, schreibt die «Süddeutsche Zeitung». Die beiden seien «Freunde» gewesen. Dem Gericht liegt ein Überwachungsvideo aus dem Aufzug vor. Dieses sei drei Wochen vor dem Tod des 32-Jährigen gemacht worden. Auf den Bildern sehe man einen Mann, der weisse Kleider trage und dem Prinzen ähnlich sehe. Das Video zeigt, wie ein Mann einen andern mit Fäusten und Ellenbogen verprügelt und misshandelt.

Im Mai plädierte Prinz Saud auf unschuldig. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gebe er die Tat aber inzwischen zu. Der Staatsanwalt habe es der Jury überlassen, ob der Mann wegen Mordes oder Totschlags zu verurteilen sei. Wann das Urteil fallen soll, ist noch nicht bekannt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch