Schweizer Escape Room reagiert nach Todes-Drama

Ein Escape Room in Zürich schliesst ab sofort seine Besucher nicht mehr ein. Dies ist eine direkte Reaktion auf den tragischen polnischen Unfall.

Modetrend: In einem Escape Room versuchen Spieler, innerhalb von einer Stunde aus einem Raum auszubrechen. (Video: «Reuters und Escape Quest»)

Am Freitagabend kam es in der polnischen Stadt Koszalin zu einem tragischen Vorfall in einem Escape Room. Fünf Mädchen im Alter von etwa 15 Jahren verloren bei einem Brand ihr Leben. Ein 25-jähriger Mann musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Darauf reagiert ein Escape Room in Zürich. Bei «Escape Quest» bleiben ab sofort alle Türen offen, wie Mitarbeiter Sebastian Gec bestätigt. Normalerweise sind diese mit einer Magnetvorrichtung verschlossen. Man sei im Augenblick in Kontakt mit der Feuerwehr und versuche, bessere Lösungen zu finden.

In ständiger Überwachung

Aber auch als die Türen noch verschlossen waren, sei man nicht wirklich eingeschlossen gewesen, versichert Gec. Alle Räume verfügen über Notfall-Knöpfe, die die Türen sofort öffnen. Dies sei wichtig, beispielsweise falls sich jemand im Raum plötzlich schlecht fühlt. Ausserdem werden die Spieler ständig videoüberwacht. «Man wird die ganze Zeit von einem der Spielleiter beobachtet und ist niemals allein», so Gec.

Wie lange die Abklärungen mit der Feuerwehr dauern und welche Massnahmen genau umgesetzt werden, ist noch nicht klar. Bis dahin bleiben die Türen bei «Escape Quest», das Filialen in Zürich und Luzern hat, in Reaktion auf den Vorfall in Polen allerdings offen.

«Bei uns könnte so etwas nicht passieren»

Bei der Firma «The Escape», die in Zürich und Bern Räume anbietet, bleiben die Türen nach wie vor verschlossen. «Wir haben alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen», sagt eine Mitarbeiterin. Es gelten gewisse Vorschriften, die auch eingehalten werden. So werden Besucher beispielsweise immer über alle Notausgänge informiert.

Ausserdem gibt es auch bei «The Escape» Notfallknöpfe, die die Türen öffnen. An die Wand gekettet werde man ebenfalls nicht. «Bei uns könnte so etwas wie in Polen also gar nicht passieren.»

Ebenso seien auch die Räume bei «Escape Basel» sicher, bestätigt Inhaber Marco Lanzetta. Das Gebäude sei mit Brandschutzanlagen ausgestattet und die Besucher haben immer die Möglichkeit, die Räume zu verlassen. «Ich habe schon viele Räume im Ausland gespielt und wir haben viele Dinge gesehen, die so in der Schweiz nicht erlaubt wären», sagt Lanzetta. Daher lege er speziell Wert auf die Sicherheit seiner Besucher.

(Übernommen von 20 Minuten, bearbeitet von thunertagblatt.ch/Newsnetz.)

red

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt