Zum Hauptinhalt springen

Scotland Yard hat neue Hinweise im Fall Maddie

Neue Verdächtige, neue Erkenntnisse, neue Hoffnung: Scotland Yard sieht eine Chance, dass die 2007 in Portugal verschwundene Maddie noch lebt. Sie will nun 38 verdächtige Personen verhören.

Ihre Eltern suchen sie seit Jahren intensiv: So könnte Maddie heute aussehen. (4. Juli 2013)
Ihre Eltern suchen sie seit Jahren intensiv: So könnte Maddie heute aussehen. (4. Juli 2013)
Reuters

Die Londoner Polizei Scotland Yard gibt im Fall Maddie auch nach Jahren nicht auf: Mit weiteren Untersuchungen will sie Klarheit in den Fall des 2007 in Portugal verschwundenen Mädchens bringen.

Bei einer internen Überprüfung der inzwischen geschlossenen Ermittlungen der portugiesischen Polizei seien 38 «Personen von Interesse» herausgefiltert worden, die «in den nächsten Monaten» angesprochen werden sollen, heisst es einer Mitteilung von Scotland Yard von heute.

Dazu sei aber die Mitarbeit der portugiesischen sowie von Behörden anderer Länder notwendig. «Wir haben von Überprüfung auf Untersuchung umgeschaltet», hiess es bei Scotland Yard. Es handle sich um neue Erkenntnisse, Theorien und Hinweise.

Die Eltern begrüssten die Ankündigung der Polizei als grossen Schritt vorwärts. Die Untersuchung von Scotland Yard wurde von der britischen Regierung mit Millionensummen unterstützt.

Maddie könnte noch am Leben sein

Madeleine McCann war Anfang Mai 2007 im Alter von drei Jahren aus einer Ferienwohnung an der portugiesischen Algarve-Küste verschwunden. Ihre Eltern liessen danach in einer teils mit grosser Öffentlichkeit geführten Aktion nach dem Kind suchen. Die portugiesische Polizei schloss 2008 die Ermittlungen, weil sich der Verdacht eines Verbrechens nicht erhärten liess.

Die britische Polizei sieht aber weiterhin eine Chance, dass Maddie noch am Leben ist, solange nicht ihre Leiche gefunden wird. «Es gibt keinen klaren, eindeutigen Beweis, dass Madeleine tot ist», sagte Andy Redwood, der die Ermittlungen leitet.

Erkenntnisse von Detektiven ausgewertet

Mit Unterstützung der britischen Regierung hatte Scotland Yard eine Untersuchung des Falles vorgenommen. Dabei wurden die Ergebnisse aus Portugal überprüft und auch Erkenntnisse von sieben privaten Detektivfirmen mitverwertet.

Die Untersuchungen würden nun in die «investigative Phase» übergehen, hiess es heute. Förmliche Ermittlungen kann Scotland Yard ohne die Zustimmung Portugals nicht aufnehmen.

SDA/rbi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch