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Selbstjustiz in spanischem Dorf

Die Bewohner der Ortschaft Castellar in Südspanien haben fast 100 Roma aus ihrem Dorf vertrieben.

Zahlreiche Bewohner der Ortschaft Castellar in der Provinz Jaén umstellten die Wohnhäuser von Roma und bewarfen sie mit Steinen. Bis auf zwei Familien hätten alle Roma die 3800 Einwohner zählende Gemeinde verlassen, berichtete die Madrider Zeitung «El País» am Dienstag.

Streit unter Jugendlichen

Die Auseinandersetzungen waren durch einen Streit zwischen jungen Leuten am Samstag ausgelöst worden. Daraufhin zogen zahlreiche Bewohner in einem Protestmarsch durch Castellar und verlangten die Vertreibung der Roma.

Sie warfen der Minderheit vor, für einen Anstieg der Kriminalität in dem Dorf verantwortlich zu sein. Der sozialistische Dorfbürgermeister Pedro Magaña soll den Roma-Familien geraten haben, den Ort für einige Zeit zu verlassen, bis die Gemüter sich beruhigt hätten.

SDA/cpm

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