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Sie lockte vor und hinter Gittern

Der Direktor einer Haftanstalt in Versailles ist seinen Job los, weil er eine Affäre mit einer Insassin hatte. Die hübsche Frau ist in Frankreich keine Unbekannte.

Verführungskünste auch hinter Gittern: Emma, die zur «Gang der Barbaren» gehörte. (Screenshot: France 3)
Verführungskünste auch hinter Gittern: Emma, die zur «Gang der Barbaren» gehörte. (Screenshot: France 3)

Der Fall schockierte die französische Öffentlichkeit: Drei Wochen lang quälte die selbst ernannte «Gang der Barbaren» im Winter 2006 in Paris einen jungen Juden, um von seinen Eltern Lösegeld zu erpressen. Der 23-jährige Mann, der das Martyrium nicht überlebte, war von einer jungen Frau in die Falle gelockt worden. Für ihre Rolle bei diesem Verbrechen wurde die Frau in einem vielbeachteten Prozess im vorletzten Jahr zu neun Jahren Gefängnis verurteilt.

Die selbe Frau, die inzwischen in einer Haftanstalt in Versailles ihre Strafe absitzt, spielt in einem neuen aufsehenerregenden Fall wieder eine Rolle. Die attraktive 23-Jährige hatte eine sexuelle Beziehung mit dem 41-jährigen Gefängnisdirektor. Nachdem die verbotene Liaison aufgeflogen war, wurde der Gefängnisdirektor suspendiert. Neben einem Disziplinarverfahren droht ihm eine Strafverfolgung mit der Aussicht auf bis zu drei Jahre Haft, wie die «NZZ» berichtet.

Affäre auch mit einem Wärter

Der Gefängnisdirektor empfing die junge Frau allein bei sich im Büro und schenkte ihr Geld, Chips für Mobiltelefone und andere kleine Geschenke. Dabei missachtete er elementarste Regeln, die in einem Gefängnis zu gelten haben. Der Familienvater wusste allerdings nicht, dass die Insassin auch einen 36-jährigen Wärter verführt hatte. Auch dieser Mann gewährte der Frau etliche Freiheiten und Vorteile. Nach seiner Suspendierung sagte der Gefängnisdirektor, dass er aus Liebe den Kopf verloren habe.

Der jungen Frau, die als Emma bekannt wurde, droht nun wegen Prostitution hinter Gittern eine zusätzliche Verurteilung von bis zu fünf Jahren.

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