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Sparen mit allen Mitteln – aber ohne die Polizei

Die USA sind hoch verschuldet und brauchen dringend Geld. Wenn es darum geht, die Staatskasse aufzubessern, lassen sich einzelne Politiker zu kuriosen Methoden hinreissen.

Mit einer im wahrsten Sinn des Wortes «flotten» Idee will ein Politiker im US-Staat Nevada die Staatskasse aufbessern: Autofahrer sollten gegen Gebühr auf bestimmten Highways das Gaspedal etwas mehr durchdrücken und bis zu 145 Stundenkilometer fahren dürfen, schlug «Gino» DiSimone vor.

Sein Plan könne schätzungsweise eine Milliarde Dollar pro Jahr einbringen, erklärte der unabhängige Kandidat für das Gouverneursamt. Voraussetzung sind demnach eine Sicherheitsinspektion und die Aufnahme in eine Datenbank. Für Fahrer, die es besonders eilig haben, soll dann gegen eine Gebühr von 25 Dollar (knapp 20 Euro) ein «Raser-Privileg» für einen Zeitraum von 24 Stunden freigeschaltet werden. Bei der Polizei stösst DiSimones Vorschlag auf wenig Begeisterung, sie fürchtet mehr Verkehrstote.

Polizei abgeschafft

Auch der US-Staat Michigan bietet ein Beispiel des radikalen Sparkurses: Die Kleinstadt Clarkstown hat aus Kostengründen ihre kommunale Polizei abgeschafft. Die Stadt hatte bislang einen Polizeichef, einen Vollzeit- und acht Teilzeitbeamte, die in dem Ort nach dem Rechten sahen. Seit Freitag habe der Sheriff des Landkreises Oakland die Zuständigkeit für Clarkstown mit übernommen, berichteten die Zeitung «Detroit Free Press» und der Fernsehsender WDIV-TV. In Clarkstown, das rund 50 Kilometer nordwestlich von Detroit liegt, leben etwa 1'000 Menschen.

Der Ort ist nicht der erste in den USA, der im Zuge eines Sparprogramm seine kommunale Polizei abschafft: In Kalifornien entliess in diesem Jahr die Stadt Maywood ihre Polizisten. Maywood liegt südöstlich von Los Angeles und hat 45'000 Einwohner.

dapd/mrs

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