Sprengung – und dann passiert: nichts

Eigentlich sollte der Silverdome in Detroit kontrolliert gesprengt werden. Doch der Plan ging nicht auf.

Zeigte sich standhaft: Der Silverdome in Pontiac, Michigan. (Video: Tamedia/AP/Storyful)

Zu Beginn sah eigentlich alles gut aus: Pünktlich um 8:30 Uhr Ortszeit schossen zahlreiche Rauchwolken aus dem Beton des ehemaligen Sportstadions Silverdome in Pontiac nahe Detroit. Es knallte. Doch dann passierte nichts.

Eigentlich hätte der obere Teil des Stadions einstürzen sollen, entsprechend waren die Sprengsätze deponiert. Doch der Plan ging nicht auf. Es kam nicht zum Einsturz.

Stadion mit Schweizer Fussballgeschichte

Die für die Sprengung verantwortliche Firma gab an, dass es Probleme bei der Verkabelung der Sprengsätze gab. Deshalb seien rund 10 Prozent nicht explodiert. «Wir müssen nun abwarten und die Schwerkraft ihren Job machen lassen. Er wird einstürzen - wir wissen nur noch nicht wann», sagte ein Behördenmitarbeiter. Sollte das nicht geschehen, wird das Stadion in einigen Tagen kontrolliert abgerissen.

Der im Jahr 1975 erbaute Silverdome steht auch für ein Stück Schweizer Sportgeschichte: An der Fussball-WM 1994 siegten die Schweizer in Pontiac gleich mit 4:1 gegen Rumänien. Daneben war das Stadion bis 2001 die Heimat des NFL-Teams der Detroit Lions.

Nachdem das Team in ein anderes Stadion umgezogen war, verwaiste der Silverdome und wurde 2007 geschlossen. Bei einem Sturm im Jahr 2013 stürzte das Dach ein und beschädigte den Innenraum. Seither war das Stadion eine leerstehende Ruine.

ap

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