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Lohn-Enthüllung machte SRF-Direktor nervös

Nachdem «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz seinen Lohn publik gemacht hatte, schickte SRF-Chef Ruedi Matter ein Rundschreiben an seine Mitarbeiter.

SRF-Direktor Ruedi Matter schrieb ein Mail an seine Mitarbeiter, nachdem Sandro Brotz seinen Lohn offenlegte. (Archivbild)
SRF-Direktor Ruedi Matter schrieb ein Mail an seine Mitarbeiter, nachdem Sandro Brotz seinen Lohn offenlegte. (Archivbild)
Steffen Schmidt, Keystone
Rund 130'000 Franken verdient «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz.
Rund 130'000 Franken verdient «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz.
Screenshot SRF
Bei privaten Medien sei der Gehalt höher, so Brotz.
Bei privaten Medien sei der Gehalt höher, so Brotz.
Twitter
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Im Vorfeld der No-Billag-Initiative hat «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz seinen Lohn offengelegt. Dafür erntete er offenbar Kritik von seinem Chef.

SRF-Direktor Ruedi Matter schickte ein E-Mail an seine Mitarbeiter, worin er sie zur Zurückhaltung ermahnte, wie der «Sonntags-Blick» schreibt.

«Verzichtet auf spontane Einzelaktionen»

Vor der Abstimmung werde alles, was die SRF-Mitarbeitenden tun, «mit allergrösster Aufmerksamkeit wahrgenommen und nicht in jedem Fall zu unserem Vorteil ausgelegt», schrieb Matter. «Verzichtet auf spontane Einzelaktionen.»

Intern werde dieses E-Mail als Rüge an Brotz gewertet, so die Zeitung. Brotz’ Entscheid, seinen Lohn offenzulegen, sei jedoch keine Einzelaktion gewesen, sondern er habe ihn mit seinen Vorgesetzten abgesprochen.

«Keine Rüge»

Ruedi Matter bestätigt, dass er mit Brotz in Kontakt stand. Und er will nichts von einer Rüge wissen: «Sandro ist von mir nicht gerügt worden.» Dennoch hielt er nicht viel von Brotz’ Aktion. «Die SRG hat die Lohnstrukturen des Unternehmens schon lange transparent gemacht. Sandro Brotz’ Aussage zu seinem Lohn enthielt somit keine Neuigkeit», sagt Matter weiter.

Mit der Veröffentlichung seines Lohns wollte Brotz Transparenz schaffen. Anlass dazu war die Debatte um Chefarzt-Löhne an den Spitälern. Sein Lohn von rund 130’000 Franken pro Jahr wurde danach heftig diskutiert.

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