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Strassenkämpfe wegen neun Rappen

Weil die Billette für die ÖV in São Paulo neun Rappen teurer werden, kommt es dort seit Tagen zu Protesten. Bei einem Polizeieinsatz wurden Dutzende Menschen verletzt.

Gummigeschosse und Tränengas: Nach Demonstrationen gegen ÖV-Preiserhöhungen kam es in Sao Paulo zu gewalttätigen Ausschreitungen. (Video: Reuters)

In der brasilianischen Metropole São Paulo sind bei Demonstrationen gegen eine Erhöhung der Fahrpreise Dutzende Menschen verletzt worden. Die Polizei ging am Donnerstagabend (Ortszeit) hart gegen die Demonstranten vor, wie örtliche Medien berichteten.

Die Menschen protestierten gegen eine Anhebung der Fahrpreise in öffentlichen Verkehrsmitteln von 3 auf 3,20 Real (1,28 auf 1,37 Franken). Es war bereits der vierte Protest seit der Ankündigung der Erhöhung in der vergangenen Woche.

Proteste weiten sich auf andere Städte aus

Die Polizei setzte Gummigeschosse, Tränengas, gepanzerte Fahrzeuge und Helikopter gegen die etwa 5000 Demonstranten ein. Unter den Verletzten sollten sich auch mehrere Journalisten befinden, schrieb die Tageszeitung «Folha de São Paulo» auf ihrer Internetseite. Auch wurden Medienberichten zufolge etwa 60 Menschen festgenommen, die Organisatoren der Proteste sprachen jedoch von mehr als 150 Festnahmen.

São Paulos Bürgermeister Fernando Haddad sowie der Gouverneur, Geraldo Alckmin, schlossen eine Rücknahme der Preiserhöhungen aus. Diese seien geringer ausgefallen als die Inflation. Die Proteste weiteten sich am Donnerstag auch in andere Städte wie Rio de Janeiro aus.

SDA/fko

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