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Strickmaschine löste Brand aus – sieben Tote

In der Nähe von Bangladeschs Hauptstadt sind bei einem Brand in einer Kleiderfabrik mehrere Arbeiter gestorben. Nach Angaben von Arbeitern brannte die Strickmaschine, die das Feuer auslöste, schon oft.

Feuer in Textilfabrik in Bangladesch: Mindestens zehn Tote.
Feuer in Textilfabrik in Bangladesch: Mindestens zehn Tote.
Focus Bangla

Bei einem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesh sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Feuerwehrleute kämpften die ganze Nacht züber gegen den Brand in der Fabrik in Sripur am Rande der Hauptstadt Dhaka. Ausgelöst wurde das Feuer nach Angaben von Augenzeugen durch eine defekte Strickmaschine, die demnach schon mehrfach in Brand geraten war.

Die meisten der rund 3000 Menschen, die in der Aswad Knit Composite-Fabrik arbeiten, waren nach Angaben von Arbeitern schon nach Hause gegangen, als das Feuer ausbrach. Mindestens sieben Menschen konnten sich nach Angaben der Feuerwehr jedoch nicht mehr retten. Einige wurden demnach bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sodass die Rettungskräfte zunächst nicht alle identifizieren konnten.

Schon vorher einige kleine Brände

Nach Angaben von Arbeitern war die Strickmaschine, die das Feuer auslöste, in der Vergangenheit schon mehrfach in Brand geraten. Es habe schon einige «kleine Brände» gegeben, sagte der Arbeiter Mohammad Abu Saan der Nachrichtenagentur AFP. «Wir konnten sie aber löschen.» Diesmal sei das Feuer jedoch zu gross gewesen.

Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben erst nach einer Stunde am Unglücksort. Weil es in der Gegend nur wenig Wasser gebe, sei es zudem schwierig gewesen, das Feuer zu löschen. Erst am Mittwochmorgen war der Brand unter Kontrolle.

Ein AFP-Korrespondent, der vor Ort Auftragsbücher von September einsehen konnte, berichtete, die Fabrik habe unter anderem für die Textilketten H&M und GAP sowie die französische Supermarktkette Carrefour produziert.

Protest gegen Arbeitsbedingungen

Die Sicherheitsstandards in den Textilfabriken des Landes sind bekanntermassen schlecht, immer wieder gibt es Feuer und andere Unglücke. Im November waren bei einem Brand in einer Fabrik in Dhaka 111 Arbeiter getötet worden. Beim Einsturz eines Fabrikgebäudes in Savar im April waren mehr als 1100 Menschen ums Leben gekommen, es war das schwerste Industrieunglück in der Geschichte des Landes. Seitdem protestieren Textilarbeiter immer wieder gegen ihre Arbeitsbedingungen sowie die Niedrigstlöhne.

Bangladesh ist nach China der zweitgrösste Produzent von Textilien weltweit. Die rund 4500 Fabriken im Lande produzieren rund 80 Prozent aller Exporte des Landes. Deren Wert beläuft sich auf rund 20 Milliarden Euro jährlich.

(AFP)

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